Raesfeld

Steuerhinterziehung: Raesfelder steht vor Gericht

Ein 77-jähriger Mann aus Raesfeld muss sich ab Montag vor dem Landgericht Münster verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm in dem Strafverfahren Steuerhinterziehung vor, die er in den Jahren 2009 bis 2014 begangen haben soll.

15.04.2021

Vor dem Landgericht in Münster muss sich der Raesfelder verantworten.

Vor dem Landgericht in Münster muss sich der Raesfelder verantworten.

© Roland Weihrauch

Staatsanwaltschaft beziffert Steuerschuld mit 390.000 Euro

RAESFELD/MÜNSTER Laut Anklageschrift habe der Angeklagte für unterschiedliche Firmen Leistungen als Selbständiger erbracht, heißt es in einer Mitteilung des Landgerichts. Auf den Rechnungen soll er jedoch nicht seinen Namen, sondern den eines damaligen Freundes mit Sitz und Kontoverbindung in der Schweiz angegeben haben, ohne ihn darüber zu informieren.

Zahlungen auf ein Schweizer Konto

Von seinen Vertragspartnern sollen die Zahlungen in der Folge unmittelbar auf das Schweizer Konto erfolgt sein. Die Bezahlung des Angeklagten soll dann – wie von Anfang an beabsichtigt – pflichtwidrig nicht gegenüber dem Finanzamt in Essen und in Borken erklärt worden sein. Hierdurch soll der Angeklagte Steuern in einer Größenordnung von rund 390.000 Euro hinterzogen haben.

Der Prozess vor der 20. Große Strafkammer des Landgerichts Münster beginnt am Montag, 19. April. Das Gericht hat sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt.