Schäfer fordert Vertreibung der Wölfin
Durch Risse hat ein Schäfer aus Hünxe mehrere Tiere verloren. Deshalb fordert er nun die Verteibung der Wölfin.
+++Symbolbild+++
© colourbox.com
Antragstellung
RAESFELD/SCHERMBECK. Nachdem erneut ein Schaf im Gebiet der Gemeinde Hünxe gerissen worden ist, sprechen sich Tierhalter im Kreis Wesel dafür aus, den Wolf zu vertreiben.
Antrag auf Vergrämung
Die Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes (Nabu) hält diesen Vorschlag für einen gangbareren Weg. Einen Antrag auf Vergrämung des Tieres will der betroffene Hünxer Schafzüchter stellen, nachdem am vergangenen Wochenende erneut ein Schaf aus seiner Herde auf einer mit einem Schutzzaun umgebenen Weide gerissen worden war. Der Tierhalter hatte den Zaun auf bis zu 1,40 Meter erhöht.
Seit September 2018 hat er mehrere Tiere durch Risse verloren. Bei sechs Fällen hat das Senckenberg-Institut bestätigt, dass die Tiere von einem Wolf gerissen wurden.
Tötung als letztes Mittel
Wie berichtet, hatte der Nabu NRW sich gegen eine Tötung des Wolfes ausgesprochen: „Tötungen von auffälligen Wölfen betrachtet der Nabu stets als das letzte Mittel, das auch immer eine Einzelfallentscheidung bleiben muss.“ Die Erfahrung zeige, dass Wölfe, die gelernt haben, einen solchen Herdenschutz zu überwinden, das Wissen an ihre Nachkommen weitergeben können.