Raesfeld

Rücksichtslose Besucher versetzen Tiere in Panik

Das Regionalforstamt Niederrhein bittet um Rücksichtnahme bei Waldbesuchen und weist auf die aktuelle Situation in den Wäldern hin.

11.02.2021

Die Förster appellieren, sich im Wald rücksichtsvoll zu verhalten.

Die Förster appellieren, sich im Wald rücksichtsvoll zu verhalten.

© Colurbox

Förster fordern, Regeln im Wald zu beachten

RAESFELD/ÜFTE Während des Lockdowns sei der Wald ein beliebtes Ausflugsziel, heißt es in einer Mitteilung. Zumal wegen des zuletzt gefallenen Schnees ziehe es viele Menschen in die Wälder, so auch in das Gebiet der Üfter Mark. Das Amt bittet, dabei einige Verhaltensregeln zu beachten.

Winter grundsätzlich kein Problem

„Grundsätzlich ist die Tierwelt gut auf winterliche Witterungsverhältnisse eingestellt. Allerdings ist die Bewegung und damit auch die Nahrungsaufnahme bedingt durch die geschlossene Schneedecke besonders kräftezehrend“, sagt Förster Stefan Spinner. Daher appelliert das Amt, Wildtiere nicht unnötig aufzuscheuchen oder zu stören, um zusätzlichen Stress und Energieverbrauch zu vermeiden. Zudem betont das Amt, dass Äste herabfallen können, auch wenn der Schnee durch den Wind oft von Bäumen heruntergeweht wird.

Tiere sind ständig auf der Hut

Christoph Beemelmans, Revierförster beim Regionalverband Ruhr (RVR), ergänzt: „Durch die vielen Menschen, die die einfachsten Regeln bei einem Waldbesuch nicht mehr beherzigen, sind die Tiere ständig auf der Hut, verfallen in Panik oder befinden sich im Fluchtmodus.“ Bestätigt werde dies durch die vielen toten Tiere in seinem Revier, erklärt Beemelmans. Er führt dies auf die vielen Besucher im Wald zurück. Durch ihr rücksichtsloses Verhalten sorgten Spaziergänger für Stressreaktionen der Waldtiere. Dies führe dann zum Tod der Tiere.

Rücksichtslose Besucher versetzen Tiere in Panik

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