Raesfeld

Rettungskräfte fühlen sich bei Einsatz in Erle bedroht

Obwohl Rettungskräfte am frühen Donnerstagmorgen gegen 1.45 Uhr nur helfen wollten, brauchten diese später selbst Hilfe. Ein Mann stand auf der Straße und fuchtelte bei Eintreffen der Sanitäter mit einem Messer herum.

23.03.2023

- Symbolbild -

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© PHOTOPQR/LE TELEGRAMME

Polizei muss einschreiten

ERLE. Eigentlich waren die Rettungssanitäter am Donnerstag um 1.45 Uhr zu einer Unterkunft am Ekhornsloh geeilt, da dort ein Mann mutmaßlich nach dem Konsum von Drogen außer Kontrolle geraten war. Doch dann sei es zu einer bedrohlichen Situation gekommen, teilt die Polizei mit. Vor Ort trafen die Sanitäter auf einen 45-jährigen Bewohner der Unterkunft, der ein Messer in der Hand hielt und auf den Rettungswagen zulief. Daraufhin brachten sich die Sanitäter im Rettungswagen in Sicherheit.

Beim Eintreffen der Polizei ließ der Mann ein Küchenmesser, eine Holzlatte und ein weiteres Schälmesser nach mehrfacher Aufforderung schließlich fallen, heißt es weiter. Die Beamten fixierten den 45-Jährigen, nahmen ihn vorläufig fest und brachten ihn zur Polizeiwache nach Borken. Dabei habe er keinen größeren Widerstand geleistet, ergänzt Thorsten Ohm, von der Pressestelle der Kreispolizei.

Die Einsatzkräfte seien zwar nicht konkret bedroht worden, sagt Stefan Döking, der Leiter der Feuerwehr Borken. Er erklärt, dass die Rettungskräfte in solchen Fällen jedoch kein Risiko eingehen sollen. Es gebe Schulungen, bei denen die Deeskalation von kritischen Situationen geübt werde. Döking und Thorsten Ohm, Sprecher der Kreispolizei, weisen darauf hin, dass solche Einsätze im Rettungswesen und bei der Polizei eine Ausnahme darstellten.

Bei den Zeugen des Vorfalls handele es sich Bewohner der Unterkunft.
Die Polizei teilt weiter mit, dass der Mann im Verlauf in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sei. Der Mann ist nicht im Rettungswagen, sondern mit einem Polizeifahrzeug dorthin gebracht worden.

Rettungskräfte fühlen sich bei Einsatz in Erle bedroht

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