Raesfeld

Raesfelder wollen Gemeindezentrum

Die sechste „Frage der Woche“ war ohne Themenvorgabe als „Wunschkonzert“ konzipiert. Die Teilnehmer sollten mitteilen, was ihnen bei der Dorfentwicklung wichtig ist. Die Ansiedlung eines Drogeriemarktes und der Neubau eines Gemeindezentrums wurden genannt.

18.07.2018

Das von einem Teil der Befragten geforderte Gemeindezentrum plant die katholische Kirchengemeinde auf der Fläche des ehemaligen Alkes Hofs, im Foto links neben der St.-Martin-Kirche gelegen.

Das von einem Teil der Befragten geforderte Gemeindezentrum plant die katholische Kirchengemeinde auf der Fläche des ehemaligen Alkes Hofs, im Foto links neben der St.-Martin-Kirche gelegen.

© Gillitzer

Sechste Frage der Woche als „Wunschkonzert“

RAESFELD. Zu einem „Wunschkonzert“ hatte das Büro Frauns bei der sechsten und letzten „Frage der Woche“ aufgerufen. In den vergangenen Wochen gab es als Bestandteil des Prozesses „Raesfeld 2030“ zur Dorfentwicklung sechs Fragen zu unterschiedlichen Themenfeldern (die BZ berichtete). „Wir haben fast 300 Antworten mit interessanten Hinweisen und Anregungen erhalten“, erklärt Elke Frauns, Inhaberin des Dortmunder Büros, das die Online-Umfrage organisiert.

In der sechsten Frage sollten die Raesfelder ohne Themenvorgabe mitteilen, was ihnen für die Entwicklung der Gemeinde wichtig ist. Das Büro hat die Ergebnisse zusammengefasst.

Dörflichen Charakter erhalten

Ideen zu Flächen und Gebäuden: Vielen Befragten sei es wichtig, dass der dörfliche Charakter Raesfelds bei der Gemeindeentwicklung erhalten bleibt, heißt es. Bei neuen Gebäuden soll berücksichtigt werden, dass passend zum Gemeindebild gebaut werde. Konkrete Anregungen zu neuen Gebäuden lieferten die Befragten mit. Ihnen sei zum Beispiel der Bau eines neuen Gemeindezentrums im Ortskern von Raesfeld wichtig, das kirchlich und öffentlich genutzt werden könne, so ein weiteres Ergebnis.

Zudem stellen sich die Befragten eine Aufwertung und Belebung der Ortskerne in Raesfeld und Erle vor, etwa durch das Ansiedeln gastronomischer Angebote und einer neuen Möblierung.

Ideen zu Verkehr und Anbindung: Für einzelne Stellen in der Gemeinde gab es Hinweise, wie die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Fußgänger- und Radfahrerübergänge an den Ortseingängen (Weseler, Dorstener und Borkener Straße) halten einige Befragte für sinnvoll. Um die Anbindung an das Umland zu verbessern, regen sie an, die Busverbindungen zu den Bahnhöfen in den Nachbarorten auszubauen. Ferner wurde auf eine bessere Abstimmung der Abfahrtszeiten von Schulbussen zu den weiterführenden Schulen nach Borken hingewiesen.

Großes Interesse am Drogeriemarkt

Ideen zu Handel und Gewerbe: Das große Interesse der Raesfelder an einem Drogeriemarkt habe sich auch im „Wunschkonzert“ bestätigt, so das Büro Frauns. Die Befragten seien sich einig, dass es auch künftig ein vielfältiges Handelsangebot im Ort geben müsse. Dafür könnten Leerstände genutzt werden.

Generelle Hinweise zur Entwicklung des Ortes: Ein Wunsch sei, dass sich junge Familien ansiedeln können. Das gelinge nach Ansicht der Befragten am besten ohne eine zu hohe Nachverdichtung in Raesfeld, um Konflikte bei der Nutzung des Raumes zu vermeiden. Die Stärkung des Miteinanders in Raesfeld und Erle, des ehrenamtlichen Engagements im Ort sowie Angebote zur Bürgerbeteiligung seien den Befragten ebenfalls wichtig, stellen die Planer fest.

Fazit der Umfrage: Raesfeld sei eine lebenswerte Gemeinde mit einem schönen Wohnumfeld und einer engagierten Bürgerschaft. Die touristischen Anziehungspunkte Schloss, Freiheit und Femeiche seien überregional bekannt und zählten auch in der Gemeinde zu beliebten Treffpunkten, heißt es. Die Bürger schätzen die guten Versorgungsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und kaufen Dienstleistungen bewusst im Ort ein. Das große bürgerschaftliche Engagement zeige sich auch in der bisherigen Mitarbeit zum Prozess „Raesfeld 2030“.

Die nächste Veranstaltung zur Dorfentwicklung ist der „Zukunftstag“ im Forum der Sebastianschule am 7. September.

Raesfelder wollen Gemeindezentrum

© Gillitzer