Raesfelder fordern mehr Radwege
Die zweite „Frage der Woche“ drehte sich um die Mobilität der Zukunft. Viele Teilnehmer haben sich für einen Ausbau der Radwege und des Radwegenetzes ausgesprochen.
Auf dem Parkplatz am Rathaus wurde im Jahr 2014 die erste öffentliche Stromtankstelle in Raesfeld eröffnet.
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Ergebnisse der zweiten „Frage der Woche“ liegen vor
RAESFELD. Um die Mobilität der Zukunft ging es bei der zweiten „Frage der Woche“ als Bestandteil des Prozesses der Dorfentwicklung. Ein besonderer Fokus habe auf den Ansichten zur aktuellen und künftigen Nutzung der Elektromobilität gelegen, heißt es. Die beiden Planungsbüros, die das Verfahren begleiten, stellen die Ergebnisse vor.
Für Elektro-Fahrzeuge gebe es in Raesfeld einige Lademöglichkeiten. Unter anderem am Rathaus, am Froschbrunnenplatz, am Schloss, am Vennekenhof und an der Gaststätte Brömmel-Wilms könnten Elektroräder geladen werden, heißt es. Am Parkplatz an der Leineweberstraße befinde sich die erste öffentliche Stromtankstelle der Gemeinde.
Gerade beim Thema „Infrastruktur und leichte Handhabung für E-Mobilität“ bestehe noch Handlungsbedarf – nicht nur in Raesfeld, so ein Ergebnis. Um die E-Mobilität für Autos und Fahrräder in Raesfeld zu stärken, sei nach Ansicht der Befragten eine höhere Zahl öffentlicher und möglichst günstiger Lademöglichkeiten am wichtigsten. Um deren Zahl zu erhöhen, sollen Straßenlaternen als Stromquelle für das Aufladen genutzt werden. Der Ausbau der Ladestationen soll sich nicht auf den öffentlichen Raum beschränken. An einigen Gastronomie-Betrieben bestehe auch noch Potenzial dafür, so die Teilnehmer.
Lademöglichkeiten in privaten Garagen
Wegen der vielen Eigenheime mit Garagen gibt es auch den Vorschlag, private Ladestationen zu fördern. Ein großer Teil der Befragten wünscht sich zudem, dass günstige und unkomplizierte Angebote von Sharing-Modellen entwickelt werden – für E-Autos und E-Bikes. Hier könnte die Gemeinde eine Vorreiterrolle spielen.
Bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen, insbesondere bei Autos, spielen die Kosten eine große Rolle. Sie seien deutlich teurer als solche mit konventionellem Antrieb. Das halte viele vom Umstieg ab, heißt es.
Einige Befragte lehnen die Elektromobilität aus unterschiedlichen Gründen ab, teilen die Büros mit. Die unsichere Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien und die Strompreise wurden dabei als Gründe genannt.
Ein großes Anliegen der Befragten sei der Ausbau der Radwege und des Wegenetzes. So schlagen einige Teilnehmer vor, Abschnitte der Bundes- und Hauptstraßen in der Gemeinde mit Radwegen auszubauen. Von einem besser ausgebauten Radwegenetz profitierten Touristen und Einheimische. Zusätzlich werde eine höhere Zahl öffentlicher Fahrradabstellplätze vorgeschlagen.
Beim öffentlichen Nahverkehr sehen die Befragten Entwicklungspotenzial. Gelinge das Umsteigen vom Bus in die Bahn am Bahnhof Rhade recht gut, sei die Situation am Bahnhof Wesel verbesserungswürdig. Die Befragten wünschen eine bessere Anbindung an das Umland, etwa nach Bocholt, Rhede und Wesel. Dafür sollen „Anrufsammeltaxis“ und ein Bürgerbus fahren.