Raesfelder Schüler putzen Stolpersteine
Zum 82. Mal jährte sich das Datum der Pogromnacht vom 9. November 1938. Aus diesem Anlass haben die Schüler der Klasse 10b der Alexanderschule die Stolpersteine in Raesfeld gereinigt und Rosen niedergelegt.
Die Schüler haben die Stolpersteine in Raesfeld gesäubert und Rosen niedergelegt.
© pd
Aktion zum Jahrestag der Pogromnacht
RAESFELD Die Putzaktion wurde von Maximilian Hünting, Geschichtslehrer an der Alexanderschule, und Uli Cluse, dem Schulsozialarbeiter der Julia-Koppers-Gesamtschule, initiiert und begleitet.
Die Schüler haben an der Gedenkstele, die an der St.- Martins-Kirche angebracht ist, die Namen der Opfer verlesen und anschließend die Stationen der Stolpersteine besucht. Im Geschichtsunterricht hatten sich die Schüler zuvor mit dem jüdischen Leben in Raesfeld befasst, heißt es in einer Mitteilung der Schule.
19 Stolpersteine in der Gemeinde
In Raesfeld befinden sich 19 Stolpersteine. Sie sollen an die deportierten und ermordeten Juden, die in der Gemeinde lebten, erinnern. Dennoch seien noch nicht für alle deportierten Juden aus Raesfeld Stolpersteine verlegt worden, heißt es weiter. Die Julia-Koppers-Gesamtschule plane den Ausbau des Projektes in Raesfeld gemeinsam mit den kommenden Jahrgängen zehn.
Der Künstler Gunter Demnig hat die Aktion Stolpersteine initiiert und will damit an die Opfer der NS-Zeit erinnern, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Pflaster einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in 1265 Kommunen Deutschlands und in 21 Ländern Europas. Mit den Steinen soll die Erinnerung an die Menschen erhalten bleiben, die einst dort wohnten.
© pd