Raesfeld

Raesfelder Pfarrheim-Bau soll im Februar starten

Anfang Februar sollen die Bauarbeiten am Gemeinschaftshaus Martinus, dem neuen Pfarrheim der Kirchengemeinde St. Martin, beginnen. Über den aktuellen Sachstand des Projekts haben Arthur Vinken und Andrea Wachtmeister vom Pfarreirat, Georg Badurczyk und Heinz Nienhaus vom Kirchenvorstand, David Neuhann vom Architekturbüro Hartig-Meyer-Wömpner, Pfarrer Dr. Fabian Tilling und Bürgermeister Martin Tesing bei einem Pressegespräch berichtet. Einen Termin für den Einzug gibt es auch schon.

08.12.2023

Vor der künftigen Baustelle des Pfarrheims (v. l.): Arthur Vinken, Pfarrer Dr. Fabian Tilling, David Neuhann, Andrea Wachtmeister, Heinz Nienhaus, Georg Badurczyk und Bürgermeister Martin Tesing.

Vor der künftigen Baustelle des Pfarrheims (v. l.): Arthur Vinken, Pfarrer Dr. Fabian Tilling, David Neuhann, Andrea Wachtmeister, Heinz Nienhaus, Georg Badurczyk und Bürgermeister Martin Tesing.

© Rentel

Martinushaus bleibt bisher im Kostenrahmen

RAESFELD 60 bis 70 Prozent der Gewerke seien ausgeschrieben und vergeben, sagte Pfarrer Tilling. Dabei geht es unter anderem um die Rohbau- und Dachdecker-Arbeiten, Fenster und Fassaden sowie um die Heizungs- und Sanitärtechnik. Bereits im Januar wird eine Fachfirma fünf jeweils rund 100 Meter tiefe Geothermie-Bohrungen für die geplante Wärmepumpe vornehmen, sagte Heinz Nienhaus. Zudem soll das Gebäude mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgestattet werden. Stand jetzt bleibe das Vorhaben auch im finanziellen Rahmen, so Tilling. Allerdings verwies Georg Badurczyk darauf, dass das Projekt mehrfach auf der Kippe gestanden habe. Denn: „Die Preise sind explodiert.“ Vor dem Vergabe-Ausschuss des Bistums Münster sei es oft um das Thema Einsparungen gegangen. So ist bereits vor zwei Jahren entschieden worden, auf den Bau eines Kellers zu verzichten.

Beim Rohbau weiter gespart

Architekt Neuhann berichtete, dass sich beim Rohbau in konstruktiver Hinsicht Einsparmöglichkeiten gezeigt haben. Bis zu 150.000 Euro hat die Gemeinde durch den Verzicht auf eine aufwändige Bühnentechnik eingespart. Wichtig ist den Projektbeteiligten, dass ein qualitativ hochwertiger Neubau entstehen soll. Bei der Vergabe der Aufträge sei darauf geachtet worden, dass örtliche Firmen zum Zug kommen.

David Neuhann erklärte, dass die eher stagnierende Situation am Bausektor und der weggebrochene Eigenheimbau die Beteiligten hinsichtlich der Kosten begünstigt haben. Daher habe man von den Firmen gute Angebote bekommen, ergänzte er.

Voraussichtlich Im Frühjahr soll mit den Gruppen gesprochen werden, die das Gebäude künftig nutzen werden. Dann soll es um Schränke, die Küche und die weitere Innenausstattung gehen. Dabei möchte die Gemeinde so verfahren wie beim Bau des St.-Silvester-Hauses in Erle. „Das hat fast keine Reibungspunkte gebracht“, beschreibt Badurczyk den Vorteil der rechtzeitigen Beteiligung.

Der Bürgermeister sagte: „Das nächste Jahr wird das Jahr des Bauens.“ Fünf größere Baustellen, darunter das neue Pfarrheim und der Umbau des Jugendhauses Raesfeld zum Haus der Vereine, seien zu erwarten. Er erinnerte daran, dass der Saal im Haus Martinus mit 230 Quadratmetern deutlich größer wird als zunächst geplant, damit auch nichtkirchliche Nutzer dort Platz finden. Wie berichtet, beteiligt sich die Kommune finanziell am Projekt. Die Vergabe des Saals soll über das Pfarrbüro erfolgen, dass ins Martinushaus umziehen wird. Die Brutto-Grundfläche wird 750 Quadratmeter betragen. Im Obergeschoss sollen drei Büros und ein Raum für das Archiv entstehen. Im Obergeschoss werden die Wände in Trockenbauweise errichtet, so dass bei einer sich ändernden Nutzung einfache Umbauten möglich sind.

„Es soll ein Haus für die Raesfelder werden“, versichert Pfarrer Tilling. Durch den Neubau bestehe die Chance, den Kirchplatz neu zu beleben. Martin Tesing blickte dabei schon auf das nächste Projekt an St. Martin, die Neugestaltung des Kirchplatzes. „Das wird ein letzter großer Baustein sein“, sagte er. Dieses Projekt gehört in das Programm der Dorfentwicklung.

Wie es mit dem Pfarrheim am Hohen Weg weitergeht ist völlig offen. Man müsse dabei „offen denken“, sagte Georg Badurczyk. Es sei völlig unklar, ob und wie dieses Gebäude künftig genutzt wird. Ins Gemeinschaftshaus Martinus möchte die Kirchengemeinde im Sommer 2025 einziehen.

Raesfelder Pfarrheim-Bau soll im Februar starten

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So soll das Gebäude zum Kirchplatz hin aussehen.

So soll das Gebäude zum Kirchplatz hin aussehen.

© Rentel