Raesfeld

Raesfelder Münzfreunde erklären Symbole

Die Raesfelder Münzfreunde befassen sich zum Weihnachtsfest mit dem Kreuz als christliches Symbol. Es gebe unterschiedliche Formen der Darstellung, erklären die Fachleute.

23.12.2019

Diese Münze ist in der ehemaligen Slowakei geprägt worden.

Diese Münze ist in der ehemaligen Slowakei geprägt worden.

© pd

Weihnachten und das christliche Kreuz

RAESFELD In mancher Schatulle liegen Schätze in Form von Münzen oder Medaillen. Dabei bieten solche Stücke mit christlichen Symbolen oft überraschende Geschichten für den Besitzer. Darauf weisen die Raesfelder Münzfreunde hin.

Für das Christentum sei das Kreuz, weil es zur Hinrichtung Christi diente, im Glauben ein ewiges Symbol. Bedeute doch das lateinische Cruz, mit Längs- und Querbalken, übersetzt Marterholz. Allerdings sei auch auf alten griechischen Münzen, die vor der Geburt Christi geprägt wurden, eine Art Kreuz zu finden. Den Weg auf die Münzen des Römischen Reiches finde das Kreuz durch Kaiser Konstantin I (306-337), erklärt Günter Kirol von den Raesfelder Münzfreunden.

Zur Staatsreligion erklärt

Dieser Kaiser habe das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Die Darstellung des Herrschers wurde durch christliche Symbole oft ersetzt, wie etwa das Kreuz und einen Engel. Der Titel Imperator könne auch mit der lateinischen Bezeichnung doulos christou – Diener Gottes – ersetzt sein, so Kirol weiter.

Verstärkt wurde diese Festlegung durch den Kaiser Theodosius II (408-450), der die Durchsetzung zur christlichen Religionszugehörigkeit verfügte. Die Abbildung zeigt eine Kupfermünze um 405 nach Christus. Bis zu den Byzantinern blieb das Stufenkreuz auf den Münzen erhalten.

Selbst die germanischen Stämme kopierten bei den ersten Münzen dieses Kreuz. Karl der Große (768-814) zeigte auf seinen Münzen ein gleichschenkliges Kreuz. Im Mittelalter entstanden dann in den einzelnen Herrschaftsgebieten über 200 Varianten an Kreuzformen auf den Prägungen, so die Münzfreunde. Auch der Name der Münze Kreuzer sei durch diese Darstellung eines Kreuzes entstanden.

24 Kreuzformen auf den Prägungen

In der klassischen Numismatik werden auf den Prägungen etwa 24 Kreuzformen erklärt. Natürlich seien auf Medaillen und auf Plaketten auch diese Prägungen mit Kreuzformen zu finden. In der modernen Numismatik seien die Münzen der Slowakei in der Zeit von 1939 bis 1945 mit der Abbildung des Patriarchen Kreuzes eine gelungene Variante. Diese Bezeichnung für das Doppelkreuz soll symbolisch die kirchliche- erzbischöfliche und Metropolitan-Gewalt bezeugen.

Es sei eine Möglichkeit, sich auch zum Fest eine solche Münze als Geschenk zu überlegen. Stelle diese doch neben einem finanziellen auch einen gewissen kulturhistorischen Wert dar.

Raesfelder Münzfreunde erklären Symbole

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