Raesfeld

Raesfeld: SPD möchte Senioren mit einem Beirat beteiligen

Ältere Menschen mehr am Leben in Raesfeld zu beteiligen, das ist das Ziel einer Idee des SPD-Ortsvereins. Ähnlich wie das Jugendforum (siehe Themenkasten rechts) könnte auch ein Seniorenbeirat entstehen.

15.10.2021

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© BZ-Archiv

Mathias Frings berichtet von seinen Erfahrungen in Gronau

RAESFELD. Nun lädt der Ortsverein zu einer Info-Veranstaltung am Montag, 18. Oktober, zu diesem Thema ein. Leitfrage des Abends: „Ein Seniorenbeirat in Raesfeld – eine Bereicherung für die Kommune?“

Erfahrungen und Kompetenzen unverzichtbar

Eine Antwort auf diese Frage soll Mathias Frings liefern. Er ist der Vorsitzende des Seniorenbeirats in Gronau. Er werde an dem Abend über die Möglichkeiten eines solchen Beirats informieren, sagt Thorsten Hansen, der Vorsitzende der Raesfelder SPD. Der Gronauer Seniorenbeirat sei ihm als gutes Beispiel genannt worden. Bei der Info-Veranstaltung gehe es auch um die grundlegende Frage: Ist ein solcher Beirat in Raesfeld sinnvoll? Bis zu einem möglichen Antrag im Gemeinderat sei es noch ein weiter Weg, sagt Hansen. „Wir nähern uns dem Thema unvoreingenommen“, ergänzt er. Eine positive Resonanz in der Raesfelder Bevölkerung sei notwendig, um die Idee des Beirats zu verwirklichen.

Mathias Frings

Mathias Frings

© pd

Der demografische Wandel fordere eine aktive Mitwirkung der älteren Generation, erklärt die SPD in einer Mitteilung. Die Kommune könne auf die Erfahrungen und Kompetenzen der Senioren nicht verzichten. Deshalb brauche es eine Seniorenvertretung, da diese die Teilhabe der älteren Bürger am kommunalen Leben fördere und somit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt leiste, heißt es weiter.

Ehrenamtliche Engagement fördern

Ein lokaler Seniorenbeirat könnte beispielsweise folgende Aufgaben übernehmen: die Interessen der älteren Einwohner der Gemeinde gegenüber politischen Gremien, den Verbänden und der Verwaltung vertreten. Den Rat, seine Ausschüsse und die Verwaltung beraten sowie bei der Planung und Schaffung altengerechter Wohnungen mitwirken. Zudem könnte das Gremium bei der Planung und Durchführung von Altenhilfeangeboten mithelfen, das ehrenamtliche Engagement von Senioren fördern und intensivieren. Darüber hinaus könnten Bedingungen geschaffen werden, um eine möglichst lange Selbstständigkeit von älteren Menschen im Ort zu ermöglichen, wobei es um eine an den Bedürfnissen ausgerichtete Betreuung und den Schwerpunkt „ambulant vor stationär“ gehen soll.

Ein Seniorenbeirat arbeite dabei überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig, betont die SPD weiter. Ein solches Gremium sei nicht weisungsgebunden und könne auch aus eigener Initiative seine Aufgaben festlegen. Die Infoveranstaltung beginnt am 18. Oktober um 20 Uhr in der „Freiheit24“ in Raesfeld.

Zum Thema: Jugendforum

Eine Beteiligungsplattform für die Raesfelder Senioren soll kommen – zumindest wenn es nach der SPD geht. Deren Antrag für ein Jugendforum hatte bereits Erfolg. Einstimmig beschloss der Gemeinderat im April, dass es ein solches Forum geben soll. Mindestens einmal im Jahr sollen Kinder und Jugendliche aus Raesfeld dazu eingeladen werden. Die Idee sei, dass man dem kommunalpolitischen Interesse der Jugendlichen Rechnung trage, sagte seinerzeit die SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Rybarczyk.

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