Raesfeld

Raesfeld: Nistkästen am Naturerlebnisgelände aufgehängt

Der Heimatverein Raesfeld, die Verwaltung und der Bauhof arbeiten zusammen, um den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Meisen sollen die Raupen fressen. Für die Vogel haben die Projektbeteiligten Nistkästen im Tiergarten aufgehängt.

05.11.2019

Gemeinsam brachten Hans Brune und Fritz Pelikan vom Heimatverein Raesfeld sowie Bernhard Kösters und Christoph Nattefort von der Gemeinde Raesfeld (von links) im Sommer bereits die ersten Nistkästen an.

Gemeinsam brachten Hans Brune und Fritz Pelikan vom Heimatverein Raesfeld sowie Bernhard Kösters und Christoph Nattefort von der Gemeinde Raesfeld (von links) im Sommer bereits die ersten Nistkästen an.

Meisen sollen Eichenprozessionsspinner bekämpfen

RAESFELD. Meisen sollen der Gemeinde Raesfeld dabei helfen, den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Um die Vögeln bei dieser Aufgabe zu unterstützen, sind jetzt Nistkästen aufgehängt worden.

Im vergangenen Frühjahr und Sommer habe sich der Eichenprozessionsspinner wegen des für ihn günstigen Wetters zu einem massiven Problem in der gesamten Region entwickelt, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Auch in Raesfeld sei versucht worden, gegen die Plagegeister vor allem an neuralgischen Punkten vorzugehen. Hier habe die Kommune die Nester hauptsächlich abgesaugt. Doch das Problem werde auch in den kommenden Jahren auf die Region zukommen. Bauamtsleiter Bernd Roters hatte das Vorgehen jüngst im Fachausschuss erläutert.

Plage im nächsten Jahr eindämmen

Bis die Raupen mit ihren Brennhaaren im Frühjahr wiederkommen, werde es zwar noch dauern. Doch der Heimatverein Raesfeld und die Gemeinde haben sich bereits Gedanken gemacht, wie dem Eichenprozessionsspinner zu begegnen und die Plage einzudämmen ist. Die Idee ist, durch Nistkästen vor allem Meisen anzusiedeln und sie als natürliche Fressfeinde der Raupen zu nutzen. Neu sei der Vorschlag nicht: In den Niederlanden wurden bereits gute Erfahrungen mit den Nisthilfen gemacht, heißt es weiter. Dort seien vor allem Blau- und Kohlmeisen eingezogen, die schnell zu brüten begonnen haben. Die Hauptspeise der hungrigen Jungvögel: Raupen – auch die des Eichenprozessionsspinners, die ansonsten von vielen Vögeln gemieden werden.

Versuch in Raesfeld starten

„Warum sollte man das nicht auch in Raesfeld ausprobieren“, dachten sich der Vorsitzende des Heimatvereins Raesfeld, Hans Brune, und Fritz Pelikan von der Natur- und Vogelschutzgruppe. Sie gingen auf die Verwaltung zu. Der Heimatverein baute 40 Nistkästen, die die Mitarbeiter des Raesfelder Bauhofs vor allem rund um das Naturerlebnisgelände an den Eichen aufgehängt haben. „Wir wollen Erfahrungen sammeln und dann schauen, wo wir weitere Nisthilfen installieren sollten, um die Raupenpopulation in Schach zu halten“, sagt Christoph Nattefort vom Bauhof der Kommune.

Bürgermeister Andreas Grotendorst sagt: „Ich hoffe, dass sich viele Raesfelder aktiv um die Vogelpopulation kümmern.“ Nisthilfen machten sich sicher gut im eigenen Garten und helfen, durch eine möglichst hohe Artenvielfalt die natürlichen Fressfeinde zu stärken. Und: Die Natur- und Vogelschützer des Heimatvereins haben nicht nur die 40 Nisthilfen gebaut. Eine Auswahl der handgefertigten Kästen und unterschiedliche Vogelhäuschen werden in der Bücherei Raesfeld verkauft.

Interessierte können sich auch beim Heimatverein Raesfeld melden. Dessen Werkstatt ist im Keller der St.-Sebastian-Grundschule. Dort treffen sich die Natur- und Vogelschützer mit Kindern und Jugendlichen mittwochs (an Schultagen) von 16 bis 18 Uhr zum Nistkastenbau.

Raesfeld: Nistkästen am Naturerlebnisgelände aufgehängt