RCV sagt Sitzungskarneval ab
Der Vorstand des Raesfelder Carnevals Vereins (RCV) hat sich am Freitag dazu entschlossen, alle für die laufende Session geplanten Veranstaltungen im Festzelt abzusagen.
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Beschluss des Vorstands
RAESFELD. Den Sitzungskarneval in gewohnter Art und Weise stattfinden zu lassen, könne der Verein mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen und die Belastung der Krankenhäuser moralisch nicht vertreten. „Zum Karneval gehören Feiern, Schunkeln, Tanzen und Zusammenstehen dazu. Das Risiko, die Gesundheit aller Beteiligten zu gefährden, ist unter Berücksichtigung der steigenden Inzidenzen, auch im Kreis Borken, zu groß“, begründet der RCV-Vorsitzende Pascal Rehmann die Entscheidung. Selbst für Geimpfte oder Genesene könne man die Sitzungen unter Einhaltung hoher Schutzmaßnahmen wie 2Gplus nicht bedenkenlos möglich machen.
Leicht gefallen sei dem RCV-Vorstand der Verzicht nicht, denn Karneval sei mehr als nur eine Party, so Pascal Rehmann. „Betroffen davon sind ja nicht nur die Mitglieder im Verein, sondern auch alle Menschen, die hinter Karneval stehen und diesen auch lieben. Dazu gehört auch das Prinzenpaar, das im Vorfeld jedoch schon geahnt hat, dass es ein schweres Jahr werden wird und auf wackeligen Beinen steht“, ergänzt der Vorsitzende. Er habe jedoch, wie der Sitzungspräsident André Schlüß auch, bis zuletzt gehofft, dass die Veranstaltungen stattfinden können.
Hoffen auf die nächste Session
Rehmann: „Wir haben als Verein eine Vorbildfunktion, nicht nur für hiesige Bürger und Bürgerinnen, sondern auch für Auswärtige, Kinder und Jugendliche, die gerne an unseren Veranstaltungen teilgenommen haben.“ Besonders leid tue ihm die Absage auch für alle Künstler und die Veranstaltungsbranche, aber auch für die Tanzgruppen des Vereins, die schon seit Wochen für ihre Auftritte geprobt hätten.
Nun hofft Rehmann mit Blick auf die nächste Session, dass wieder die Normalität einkehrt und der RCV sein Brauchtum weiter pflegen kann. „Karneval hat einen tiefen Ursprung, orientiert sich am christlichen Kalender und ist für viele Menschen ein Stück Kulturgut“, so der Vorsitzende.
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