Raesfeld

Plattdeutsch-AG unterhält mit Sketchen und neuen Interpretationen

Kinder vom Erler Heimatverein haben den Plattdeutschen Nachmittag gestaltet. Mit ihrem Auftritt sorgten die Brejpottspöllers der Plattdeutsch-AG für viele Lacher im Publikum und versetzten den ein oder anderen Zuschauer in seine Kindheit und Jugend zurück.

15.11.2025

Beim jüngsten Plattdeutschen Nachmittag in Erle sorgten die Brejpottspöllers für Unterhaltung.

Beim jüngsten Plattdeutschen Nachmittag in Erle sorgten die Brejpottspöllers für Unterhaltung.

© pd

ERLE. Die Brejpottspöllers, die Kinder der Plattdeutsch-AG des Heimatvereins Erle, sorgten nun für viele Lacher beim Plattdeutschen Nachmittag in Erle.

Alte Streiche wie Klingelmänneken und das Portemonnaie am Faden oder das „heiße Höschen“, das die halbwüchsige Tochter unbedingt haben wollte – in den 1970ern „hot pants“ genannt, – erinnerten viele im Publikum an ihre eigene Kinderzeit. Und auch „Eene Pulle Pommes“, der aus dem Fernsehen bekannte Sketch von Didi Hallervorden, klang auf Platt noch origineller, heißt es in einer Mitteilung des Erler Heimatvereins.

Ganz neu im Programm waren zwei Streiche von Max und Moritz und Till Eulenspiegel. Ingrid Horstmann, die Leiterin der AG, hatte den dritten Streich der beiden Lausbuben als „Schnieder Böck“ und den bekannten Eulenspiegelstreich als „Wie Eulenspeegel denn Äsel das Lääsen bibroch“ ins Erler Platt übersetzt.

Der Mensch und seine Eigenarten

Menschliche Schwächen wurden verkörpert in der Figur des Hypochonders, dem der Arzt das Possläin-Syndrom – er hat nicht alle (Porzellan-) Tassen im Schrank – bescheinigte, und in dem Stereotyp der Tratschtante, deren Gerede über das Wetter der Wurstverkäuferin „woste“ (Wurst) war. Besonderes Gelächter erregte die moderne Version von Goethes Erlkönig in Erler Platt. Am Ende war das Kind allerdings nicht tot, sondern von außen und innen beschmiert, weil es vom platten Fahrrad in die Modde gefallen war und sich aus Angst vor dem „Erlkönning“ in die Hose gemacht hatte: „… in sinnen Arm dat Jüngsken stunk“.

Zum Schluss gaben die Brejpottspöllers ihren selbst kreierten Bewegungsrhythmus „Wenn ik äs ut de Schoole kömp, wat will ik denn wall weern?“ zum Besten. Mit diesem Bewegungsspiel hatten sie beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken den zweiten Preis gewonnen. Aufgelockert wurden die Vorführungen durch plattdeutsche Lieder, die Norbert Sabellek mit der Gitarre begleitete.