Neun Projekte werden umgesetzt
Mit dem „Regionalbudget“ fördert das Land Nordrhein-Westfalen Kleinprojekte auch in der Vital NRW-Region Hohe Mark. Die Gemeinde Raesfeld ist dort Mitglied.
Regionalmanagerin Josephine Kißmer übergibt den Förderbescheid an Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Hier sollen über das Regionalbudget zwei E-Scooter angeschafft werden.
© pd
Neues Förderprogramm hat sich bewährt
RAESFELD/HOHE MARK Das neue Förderprogramm zur Umsetzung von Kleinprojekten, das „Regionalbudget“, wird in der Hohen Mark auch im Jahr 2020 gut angenommen. Neun Projekte werden umgesetzt, sieben weitere stehen in den Startlöchern. Antragsteller seien vor allem Kommunen und Vereine, heißt es in einer Mitteilung.
Rund eineinhalb Jahre nach dem Start des „Regionalbudgets“ zieht Josephine Kißmer, die Regionalmanagerin der Vital.NRW-Region Hohe Mark, eine positive Bilanz. Durch das neue Programm, bei dem der Region neben den Fördermitteln aus VitaI.NRW jährlich noch weitere 180.000 Euro für Kleinmaßnahmen zur Verfügung stehen, könne die Region weiter profitieren.
Einfacheres Verfahren
Das große Interesse rühre daher, dass die Antragstellung unkomplizierter sei als beim großen Bruder „Vital.NRW“. Zudem werde mit dem Regionalbudget die Chance geboten, „kleinere, aber wichtige Maßnahmen umzusetzen, die schon länger geplant waren, bisher aus finanziellen Gründen jedoch noch nicht realisiert werden konnten“, so Kißmer. Neben Vereinen und Kommunen können sich auch Privatpersonen, Kleinunternehmen und Initiativen um Fördergeld bemühen.
Die Projektträger müssen dafür eine Art „Bewerbungsprozess“ durchlaufen: Zunächst muss das Vorhaben in einem Antrag beschrieben werden. Darin sollen Infos zum Projekt, den Kosten und zum Projektziel enthalten sein. Das Regionalmanagement berate und begleite hierbei, prüfe die generelle Förderfähigkeit und schlage das Projekt dem Entscheidungsgremium, der „Lokalen Aktionsgruppe“ (LAG), vor. Diese besteht aus 13 öffentlichen und privaten Vertretern, die für jedes Projekt über die Förderung entscheiden. Nach einem positiven Votum muss die Bezirksregierung noch formal zustimmen und die Projekte offiziell bewilligen.
Kosten dürfen 20.000 Euro nicht übersteigen
Für alle Projekte gilt: Die förderfähigen Kosten dürfen 20.000 Euro nicht übersteigen, und die Projektidee muss zu den Zielen der regionalen Entwicklungsstrategie und der Region Hohe Mark – Leben im Naturpark passen. Letztere setzt sich aus den Kommunen Dülmen, Haltern am See, Olfen, Raesfeld, Reken sowie den Dorstener Stadtteilen Rhade, Lembeck und Deuten zusammen. Projekte können daher auch nur dort umgesetzt werden.
Auf der jüngsten LAG-Sitzung wurden sieben weitere Projekte beschlossen. Vor wenigen Tagen folgte die offizielle Bewilligung der Bezirksregierung. Damit ist die bereitstehende Fördersumme vollständig gebunden.
Aber: Alle Projekte müssen noch im Jahr 2020 umgesetzt und abgerechnet werden. Kißmer: „Das ist sicherlich sportlich, ich bin aber zuversichtlich, dass es uns gelingen wird.“ Es gibt weitere Ideen für eine Förderung. „Wir werden uns auch 2021 wieder für die Förderung von Kleinprojekten bewerben“, erklärt Kißmer.
© pd