Raesfeld

Naturparks wollen Klimaschutz fördern

Der Verband Deutscher Naturparke hat ein Positionspapier beschlossen. Darin bekennen sich die Vertreter aus rund 50 deutschen Natur- und Geoparks dazu, mehr für den Klimaschutz machen zu wollen.

26.09.2019

Vertreter der deutschen Naturparke haben sich zur Jahrestagung getroffen und ein Positionspapier verabschiedet.

Vertreter der deutschen Naturparke haben sich zur Jahrestagung getroffen und ein Positionspapier verabschiedet.

© pd

.Jahrestagung verabschiedet Positionspapier

RAESFELD Der Verband Deutscher Naturparke (VDN) hat ein Positionspapier beschlossen. 90 Vertreter aus rund 50 deutschen Naturparken und Geoparks – darunter auch Vertreter des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland – haben auf der Jahrestagung des VDN im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald das Papier mit dem Titel „Naturparke stärken Klimaschutz“ verabschiedet. Damit wollten sie auch den von „Fridays for Future“ initiierten Klimastreik unterstützen.

Die 104 gesetzlich anerkannten Naturparke tragen auf 28 Prozent der Fläche der Bundesrepublik durch ihre Arbeit zum Schutz des Klimas bei. Gemäß ihren im Bundesnaturschutzgesetz verankerten vier Aufgabenbereichen Schutz, Erholung, Bildung und Entwicklung gebe es viele Projekte und Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz, heißt es in einer Mitteilung.

Engagement von Regierung und Gesellschaft

Nach Überzeugung der Naturparke sei es von Bedeutung, dass sich die Bundesregierung und die Gesellschaft in Deutschland für die Umsetzung des Klimaschutzvertrages von Paris und die Einhaltung des „1,5-Grad-Ziels“ engagieren und Vorreiter im Klimaschutz werden. Die Naturparke leisteten hierzu bereits einen bedeutenden Beitrag, den sie ausbauen wollen.

Dazu wollen diese folgende Aktivitäten zur Stärkung ihrer Klimaschutzleistungen organisieren, wofür sie die Unterstützung auch von Partnern aus den Regionen gewinnen wollen.

Schutz: Wälder, Moore und Grünland sollen erhalten bleiben. Eine nachhaltige Land- und Waldbewirtschaftung sowie eine organische Landwirtschaft mit besserer CO2-Bindung in Böden sind weitere Stichworte.

Tourismusregionen sollen klimafreundlicher werden

Erholung: Die in den Parks gelegenen Tourismusregionen sollen klimafreundlicher werden. Dazu regen die Projektbeteiligten unter anderem eine nationale Tourismusstrategie an.

Bildung: Die Zusammenarbeit mit Kultusministerien und Schulbehörden soll ausgebaut werden, um den Klimaschutz als Thema in Kitas und Schulen zu verankern. Die Naturparke wollen in Bildungspläne und -arbeit der Länder eingebunden und zu außerschulischen Lernorten werden.

Entwicklung: Regionalmarken, Naturparkmärkte, nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung – zum Beispiel mit Elektrofahrrädern – und den Ausbau der Freizeitbus- und Bahnangebote sind im Papier als weitere Schlagworte genannt

Weitere Infos zum VDN und zu den Naturparken in Deutschland unter

www.naturparke.de

Naturparks wollen Klimaschutz fördern

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