Raesfeld

Ministerin Heinen-Esser gegen Wolfsabschuss

Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser wendet sich gegen Forderungen zur Entnahme von Wölfen, obwohl die Untersuchungsergebnisse der jüngsten Tierrisse noch ausstehen.

06.09.2020

Ministerin Heinen-Esser gegen Wolfsabschuss

© Oliver Berg

Mehr Geduld gefordert

SCHERMBECK/ERLE.„Nutztierrisse sind enorme Belastungen für die Herden und die betroffenen Tierhalter“, so Heinen-Esser. Daher müssten die Weiden so gut es geht geschützt werden. Zugleich sei zu beachten, dass der Wolf nach dem europäischen Recht eine streng geschützte Art ist. Die Ministerin appelliert an Betroffene und Beteiligte, „keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen und die Untersuchungsergebnisse zu den aktuellen Vorfällen abzuwarten.“ Wie berichtet, lässt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) zurzeit Genproben von elf Fälle analysieren. Dabei wird auch geprüft, ob es sich um Übergriffe der bereits im Gebiet bekannten Wölfe handelt. Die Ergebnisse der Bewertung werden für Ende September erwartet.

Und: Nach dem bundesweit abgestimmten Monitoringstandard steht fest, dass sich im Wolfsgebiet Schermbeck zwei Wölfe dauerhaft aufhalten.

Ministerin Heinen-Esser gegen Wolfsabschuss

© Oliver Berg