Raesfeld

Lkw fällt in Erle bei Gefahrgut-Kontrolle durch

Sicherheitsmängel, die eine potentielle Gefahr für Mensch und Umwelt darstellten: Das ist das Ergebnis einer Polizeikontrolle, bei der am Dienstag, 9. Dezember, in Erle ein Lastkraftwagen mit Anhänger im Fokus stand. Die Beamten hatten das Fahrzeug auf der Dorstener Straße (B 224) angehalten. Es transportierte eine große Menge eines gefährlichen Abfallstoffes.

11.12.2025

Behälter waren undicht.

Behälter waren undicht.

© Polizei

ERLE. Geladen war Filterstaub, der als umweltgefährlich eingestuft ist. Mehr als sechs Tonnen des Materials wurden in großen, flexiblen Kunststoffbehältern transportiert. Bereits beim Öffnen der Ladefläche war ein stechender Geruch wahrnehmbar. Die Kontrolle zeigte, dass die Behälter nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Teils bestanden große Lücken zwischen den Paletten, so dass sich die Ladung während der Fahrt bewegen konnte. Ein Behälter stand schief und drohte von der Palette zu rutschen. Mehrere Paletten waren beschädigt.

Besonders alarmierend: An mehreren Behältern stellten die Beamten Rückstände des Gefahrstoffs fest. Auf Paletten lagen Pulverreste oder verklumpte Flüssigkeit. An einem Behälter waren Ablagerungen am Verschluss deutlich zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass der Stoff ausgetreten sein könnte. Die Mängel bedeuten ein erhebliches Risiko. Verrutscht ein solcher Behälter oder wird er beschädigt, können Gefahrstoffe austreten. Das könnte schwere Verätzungen verursachen, Einsatzkräfte gefährden oder die Umwelt dauerhaft schädigen.

Die Polizeibeamten untersagten die Weiterfahrt, sperrten den Bereich ab und ordneten an, die Stoffe neu und fachgerecht zu sichern und beschädigte Verpackungen zu ersetzen. Erst danach durfte der Transport fortgesetzt werden. Die Beamten leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Es drohen Bußgelder in erheblicher Höhe.