Landwirte wählen Vorstände
Landwirte aus Raesfeld, Erle und Homer haben sich zur Winterversammlung getroffen. Berichte und Wahlen standen auf der Tagesordnung. Imker Franz-Josef Löchteken lobte die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.
Der neue Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Erle (von links): Ludger Honvehlmann, Tobias Nagel, Marlies Krampe-Schultejann, Christian Rößmann, Ludger Pass, Hubert Brömmel und Johannes Welver. Es fehlt Bernd Fasselt.
© Stephan Wolfert, WLV
Winterversammlung hört Berichte der Imker und Verbände
RAESFELD Zur Winterversammlung haben sich Landwirte aus Raesfeld, Erle und Homer getroffen. Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden Ludger Pass aus Erle. Er begrüßte auch Bürgermeister Andreas Grotendorst.
Vorsitzender Ewald Becker aus Raesfeld berichtete über Aktionen im Ortsverein Erle und Raesfeld. Im nächsten Jahr sei geplant, am 17. Juni einen „Tag des offenen Hofes“ in Raesfeld auf zwei Betrieben anzubieten, hieß es. An dem Tag ist in Raesfeld auch Schlösser- und Burgen-Tag und verkaufsoffener Sonntag. Das Motto des Tages soll „Frag doch einfach den Landwirt“ heißen. Den Besuchern soll erklärt werden, wie Landwirtschaft heute im Ort aussieht. „Es werden nur Unternehmen ausstellen, die auf unseren Höfen tätig sind“, sagte Becker. Sein Betrieb sowie der von Josef und Felix Epping werden sich vorstellen.
Bürgermeister berichtet über geplante Leitungen
Bürgermeister Andreas Grotendorst informierte über den Wirtschaftswegebau, über die „Allianz für die Fläche“ im Zusammenhang mit den neuen Versorgungs-Trassen, von denen vier der geplanten sechs das Gemeindegebiet beträfen. Er sprach über den Glasfaserausbau auf dem Land, der Ende 2019 beendet sein soll. Auch der Hochwasserschutz war ein Thema.
Der neue Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Raesfeld (von links.): Bernhard Rensing, Felix Brömmel, Henrik Wilger, Ewald Becker, Stephan Gesing, Frank Hüging, Markus Brömmel, Hendrik Grunden. Es fehlen: Frank Mümken und Christoph Nagel.
© Stephan Wolfert, WLV
Heinrich Emming gab einen Jahresrückblick: Politische Veränderungen beträfen auch die Landwirtschaft. Sie müsse sich dem Weltmarkt stellen, hieß es. Imker Franz-Josef Löchteken erkärte, dass sich die Situation der Honigbienen in Raesfeld und Umgebung gebessert habe. Im Jahr 2007 habe es 15 Mitglieder mit 120 Bienenvölkern gegeben, jetzt seien es 29 Mitglieder mit 400 Völkern. Er betonte, dass die Bienen im Frühjahr und Sommer ohne die Hilfe des Imkers verhungern würden. Es gebe zu wenig Nahrung für die Insekten. Daran sei nicht nur die Landwirtschaft Schuld. Blühende Gärten könnten Bienen helfen, Nahrung zu finden. Sein Fazit: Die Zusammenarbeit mit den Landwirten sei gut.
Tipps zum rechtzeitigen Generationenwechsel
Maria Leveling-Hoppe, Juristin beim WLV-Borken, sprach über den „Generationswechsel auf dem Hof, wie macht man das heute“. Leider komme es vor, dass Alt und Jung zu spät anfingen, über die Nachfolge zu sprechen, sagte sie. „Es kann nicht in drei Monaten alles geklärt werden.“
Weitere Themen waren die Afrikanische Schweinepest, der Energieleitungsbau und „Bankgespräche erfolgreich(er) führen“. Zum Schluss referierte Ludger Rövekamp, Landwirtschaftskammer Borken, über die Frage, womit sich die Landwirtschaft auseinandersetzen müsse und wie die Kammer dabei helfen kann.
© Stephan Wolfert, WLV