Raesfeld

Landwirte beklagen unfairen Wettbewerb

Der FDP-Ortsverband Raesfeld hatte die lokale Landwirtschaft und Dr. Gero Hocker zu einer Diskussion eingeladen. Dabei ging es unter anderem um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

24.02.2020

Dr. Gero Hocker (links) hat mit Vertretern der Landwirtschaft über die Situation der Branche gesprochen.pd

Dr. Gero Hocker (links) hat mit Vertretern der Landwirtschaft über die Situation der Branche gesprochen.pd

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FDP-Ortsverband Raesfeld organisierte Diskussion

RAESFELD Der FDP-Ortsverband Raesfeld hatte die lokale Landwirtschaft und Dr. Gero Hocker, MdB und Sprecher im Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung der FDP, zu einer Diskussion eingeladen. Die 84 Teilnehmer der Veranstaltung, unter ihnen vor allem Landwirte aus Raesfeld sowie Mitglieder des FDP-Ortsverbands, besichtigten zuerst den Landwirtschaftsbetrieb der Familie Strothmann, heißt es in einer Mitteilung.

Dabei sei die Gruppe über die Milcherzeugung und die Biogasgewinnung informiert worden. Die Landwirte, die die Aktion „Land schafft Verbindung“ unterstützen, trugen Westen mit der Aufschrift „Dein Bauer mit der weißen Weste“. Damit wollten sie ein Zeichen für Transparenz setzen.

Bedingungen müssen sich ändern

Anschließend sagte Hocker, dass die politischen Bedingungen für die Landwirtschaft geändert werden müssten, damit vor allem mittelständische landwirtschaftlichen Betriebe eine Zukunftschance hätten. Er betonte, dass die in Deutschland geltenden EU-Standards bei Ernährung und Umweltschutz auch für importierte Waren gelten müssten, um Wettbewerbsverzerrungen zu beenden. Eine Über-Erfüllung der Vorgaben aus Brüssel, wie sie derzeit gefordert werde, raube den bäuerlichen Betrieben die wirtschaftliche Grundlage, betonte er.

Über weitere Wettbewerbsnachteile sei ebenfalls diskutiert worden, heißt es. So sei bei der sich ständig ändernden Rechtslage keine Zukunftssicherheit für Investitionen gegeben, die auf viele Jahre ausgerichtet würden. Ohne diese könnten die Betriebe jedoch wirtschaftlich nicht überleben. Hocker forderte, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Denn inzwischen könne Deutschland nicht mehr von der hiesigen Landwirtschaft ernährt werden, da viele Betriebe schließen müssten. Das Fazit der Diskussion: Die Landwirtschaft bleibe die Grundlage der Ernährung. Gesundes Essen und eine gesunde Umwelt seien nur mit einer gesunden, wettbewerbsfähigen Landwirtschaft möglich.

Weiteres Gespräch in Hamminkeln

Die Organisatoren weisen darauf hin, dass Dr. Hocker bei einer Podiumsdiskussion am Montag, 2. März, ab 17 Uhr im Bürgerhaus Hamminkeln sprechen und Fragen zum Thema Landwirtschaft beantworten wird. Mit dabei sind Bernd Reuther und Karl-Heinz Busen, beide MdB. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Kreisbauernschaft Wesel und dem FDP-Ortsverband Hamminkeln. Die Raesfelder FDP bietet eine kostenlose Mitfahrgelegenheiten an. Infos: www.fdp-raesfeld.de.

Landwirte beklagen unfairen Wettbewerb

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