Raesfeld

Initiative kritisiert Betrieb der Pipeline

Die Initiative gegen die Zeelink-Pipeline äußert sich „entsetzt“ darüber, dass Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei einer offiziellen Eröffnung der Gasleitung in Würselen bei Aachen als Ehrengast aufgetreten ist.

12.05.2021

Die Zeelink-Gasleitung führt auch durch das Gebiet der Gemeinde Raesfeld.

Die Zeelink-Gasleitung führt auch durch das Gebiet der Gemeinde Raesfeld.

© Petra Bosse

Leitung könnte auf Wasserstoff umgestellt werden

RAESFELD/HÜNXE Ferner kritisiert die Initiative, dass die Leitung in Betrieb gehen durfte, obwohl weiterhin Klagen gegen ihre Genehmigung anhängig seien.

Mit seiner Teilnahme habe Laschet Tausende Bürgerinnen und Bürger verhöhnt, die entlang der Pipeline leben und sich auch weiter gegen das Projekt wehren, so einer der Sprecher der Initiative, Rainer Rehbein. Dass Laschet Zeelink als „wichtigen Baustein zur Modernisierung des Landes“ bezeichnete, ist aus Sicht der Initiative nicht nachvollziehbar. Wie berichtet, führt die Trasse der Leitung, die das Unternehmen Open Grid Europe gebaut hat, zwischen den Ortsteilen Raesfeld und Erle auch durch das Gebiet der Gemeinde Raesfeld.

„Katze aus dem Sack gelassen“

Überdies, so Rehbein, habe Laschet „die Katze aus dem Sack gelassen“, als er bei der Eröffnungs-Veranstaltung geäußert habe, dass durch die Leitung künftig Wasserstoff fließen könnte. Den Verdacht, dass die Pipeline angesichts des großen Angebots an Erdgas gar nicht für den Transport dieses Energieträgers gedacht sei, hege die Initiative länger, heißt es.

So wie der Ministerpräsident bisher die Gefahr von Pipelines und den Gasimport aus dem Emirat Katar ignoriert habe, so wische er nun die Risiken einer Umwidmung der Leitung vom Tisch, so die BI.

Technisch möglich

Eine Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff sei technisch möglich, so Open Grid Europe in einer Mitteilung. Die verlegten Rohre seien auch für Wasserstoff geeignet. Das Unternehmen stellte aber auch klar, dass es keine konkreten Pläne in dieser Hinsicht gibt. Zeelink werde für den Erdgas-Transport benötigt, heißt es. Insofern weist das Unternehmen die Befürchtungen der Initiative zurück.

Initiative kritisiert Betrieb der Pipeline

© Petra Bosse