Hegering Raesfeld beobachtet sinkenden Rotwildbestand
Der Hegering Raesfeld hat sich zur Mitgliederversammlung getroffen. Zu Gast waren als Referenten die Leiterin der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, Dr. Luisa Fischer, sowie der neue Vorsitzender der Kreisjägerschaft, Franz Kremer. Gesprochen wurde auch über den kontinuierlich zurückgehenden Rotwildbestand.
Ob sich der kontinuierlich sinkende Rotwildbestand durch die veränderten Bejagungsrichtlinien oder das vermehrte Auftreten von Wölfen in Raesfeld begründen lässt, kann Hegeringleiter Bernhard Bölker noch nicht sagen.
© Patrick Pleul/dpa/ZB
RAESFELD. Die Jäger des Hegerings Raesfeld haben sich zur Mitgliederversammlung getroffen. Die Versammlung stellte in der Hegeschau für Reh- und Rotwild fest, dass der Bestand an Rotwild in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgeht. Ob dies an den veränderten Bejagungsrichtlinien oder an dem vermehrten Auftreten von Wölfen in Raesfeld liegt, könne noch nicht gesagt werden, so Hegeringleiter Bernhard Bölker.
Berichte
Für einen Vortrag über die seit 2024 in der Region auftretende Hasenmyxomatose hatte der Vorstand die Leiterin der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, Dr. Luisa Fischer, gewinnen können. Die Expertin berichtete, dass diese für Feldhasen oft tödliche Krankheit zuerst vor sieben Jahren beim Iberischen Hasen in Spanien aufgetreten sei und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch den Menschen in die Region eingeschleppt wurde. Sie bat die Jäger, auch weiterhin verendet gefundene Hasen einer Untersuchung zuzuführen und die Fälle zu dokumentieren. Dies sei im Kreis Borken im letzten Jahr vorbildlich gelungen.
Franz Kremer stellte sich als neuer Vorsitzender der Kreisjägerschaft vor und berichtete über überörtliche Themen. Erneut wies er darauf hin, dass Waffen und Munition nach dem geltenden Gesetz aufzubewahren seien und unangemeldete Kontrollen jederzeit durch die Kreispolizei erfolgen könnten.
Ehrungen
Zehn Mitglieder wurden im Rahmen der Versammlung für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Für 75 Jahre wurde Bernhard Hungerhoff, für 50 Jahre Georg Grunden und Hubert Hüging ausgezeichnet. Auf 40 Jahre bringen es Heiner Aehling, Hubert Bente und Heinrich Schleking. 25 Jahre dabei sind Ulrich Hoppe, Frank Hüging, Bernd Klümper und Hubert Sundermann.
Ausblick
Geduld sei bei der Verlängerung der Jagdscheine in diesem Jahr gefragt, kündigt der Vorstand an. Dies sei dem neuen Bundesgesetz im Waffenrecht geschuldet. Hatte bisher die Untere Jagdbehörde (UJB) das allein bewerkstelligt, müssen seit diesem Jahr auch die Bundespolizei, das Zollkriminalamt und die Kreispolizei beteiligt werden. Die UJB sei aber sehr bemüht, die Verlängerung bis zu Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April zu schaffen.