Feldbrand machte Feuerwehr viel Arbeit
Die Coronavirus-Pandemie hat sich auch auf den Einsatz-Alltag der Raesfelder Feuerwehr ausgewirkt. Deren Leiter, André Szczesny, zieht eine Bilanz für das Jahr 2020.
Ein Feldbrand in Homer hat der Raesfelder Feuerwehr viel Arbeit bereitet.
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Einsatz-Statistik für das Jahr 2020
RAESFELD Die Feuerwehr Raesfeld hat eine Bilanz des Vorjahres gezogen. 151 Einsätze waren abzuarbeiten, davon 116 Einsätze für die technische Hilfeleistung. 2019 waren es 64, teilt André Szczesny, der Leiter der Feuerwehr, mit. 19 Mal rückte die Wehr zu Brandeinsätzen aus (2019: 39), sieben Mal (neun) zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage. In sechs Fällen leisteten die Löschzüge überörtliche Hilfe, da diese im Grenzgebiet zu Borken im Rendezvous-System mit der Feuerwehr Borken fahren.
In 2020 seien wegen der Coronavirus-Pandemie keine Brandschutzerziehungen an den Feuerwehrgerätehäusern möglich gewesen, bedauert Szczesny. 3119 Einsatzstunden der ehrenamtlichen Einsatzkräfte kamen zusammen. 2019 waren es 123 Einsätze mit einer Leistung von 3351 Stunden.
Lehrgänge und Seminare
Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene schlugen in 2020 mit 454 Stunden zu Buche und zwei Führungslehrgänge am Institut der Feuerwehr in Münster mit weiteren 160 Stunden. Wegen der Pandemie seien einige Lehrgänge und Seminare ausgefallen, so Szczesny.
Er betont: „Drei Großeinsätze beschäftigten die Feuerwehr Raesfeld ganz besonders.“ Im Juli war es ein Feldbrand, ausgelöst durch eine Erntemaschine in Homer. Die Löschzüge Raesfeld und Erle waren mit Hilfe der Feuerwehr Borken rund 100 Stunden im Einsatz. Die Wasserversorgung im Außenbereich sei ein Problem gewesen, so Szczesny.
Starkregen sorgte für 68 Einsatzstellen
Im August sorgte Starkregen in Raesfeld für 68 Einsatzstellen, die abgearbeitet werden mussten. Die Feuerwehren aus Borken, Rhede und Heiden halfen dabei. Im September forderte ein Brand in einer Schreinerei, ausgehend von einem Späne-Bunker, viel Geduld, Kraft und Manpower. Hier kamen unter anderem zusätzlich die Feuerwehr Schermbeck mit der Drehleiter, die Feuerwehr Borken, die Beleuchtungsgruppe des THW Bocholt und die Firma Garvert zum Einsatz. Rund 500 Stunden waren die Einsatzkräfte vor Ort.
Zudem verweist der Feuerwehr-Chef auf Neu- und Ersatzbeschaffungen. Jedes Löschfahrzeug führe jetzt eine Wärmebildkamera mit, erklärt er. Hinzu kamen ein neuer Satz Rettungszylinder, ein Schlauchboot mit Zubehör für den Standort Raesfeld, neue Hochwasser- und Schlammsauger für beide Löschzüge sowie für das Konzept zur Einsatzstellenhygiene ein Rollcontainer. Auch in den Bereichen Kleiderkammer, Atemschutz, Digitalfunk und Alarmierung konnte die Wehr investieren. André Szczesny dankt der Gemeindeverwaltung für ihre Unterstützung. Und: Der Löschzug Erle soll im Sommer ein neues Einsatzfahrzeug bekommen.
Fahrzeuge werden anders besetzt
Die Pandemie hat auch Folgen für den Einsatzdienst: Die Löschfahrzeuge werden mit weniger Personen besetzt, das Tragen von FFP2- Masken ist Pflicht, erklärt Szczesny. Zudem werden Fahrzeuge und Geräte nach dem Einsatz desinfiziert. Die Zahl der Infektionen mit dem Virus habe sich in 2020 bei der Feuerwehr Raesfeld in Grenzen gehalten.
Die Jugendfeuerwehr blicke auf ein sehr ruhiges Jahr zurück, so der Leiter der Wehr. Die Pandemie habe die Jugendabteilung stark eingeschränkt, sodass fast keine Übungsdienste möglich waren. Auch die geplante Feier zum 25-jährigen Bestehen musste ausfallen. Einen Bootsausflug an das Ijsselmeer soll es aber noch geben. Immerhin: Beim Heimatshoppen hat sich die Jugend an einen neuen Infostand präsentiert.
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