Raesfeld

Familie Becker verschenkt Gemälde an Gemeinde

Die Nachkommen der früheren Unternehmerfamilie Becker waren zu Gast in Raesfeld. Organisiert hatte diese Familienzusammenkunft Dr. Florian Böllhoff, ein Enkel der damaligen Webereibesitzer aus Raesfeld. Die Gruppe hat Gemälde der Familie Becker als Schenkung an die Gemeinde Raesfeld übergeben. Darauf weist die Gemeinde in einer Mitteilung hin.

24.07.2023

Nachkommen der damaligen Webereibesitzer Becker waren zu Besuch in Raesfeld (v. l.): Prof. Dr. Wilhelm Klüsche, Norbert Klüsche, Dr. Florian Böllhoff, Erster Beigeordneter Markus Büsken, Bürgermeister Martin Tesing, Adelheid Böllhoff, Thomas Klüsche, Christa Becker, Dr. Franz Johann Becker und Pater Daniel Klüsche OSB.

Nachkommen der damaligen Webereibesitzer Becker waren zu Besuch in Raesfeld (v. l.): Prof. Dr. Wilhelm Klüsche, Norbert Klüsche, Dr. Florian Böllhoff, Erster Beigeordneter Markus Büsken, Bürgermeister Martin Tesing, Adelheid Böllhoff, Thomas Klüsche, Christa Becker, Dr. Franz Johann Becker und Pater Daniel Klüsche OSB.

Nachkommen der Unternehmerfamilie zu Besuch

RAESFELD Dabei handele es sich um zwei Ölgemälde, die die Urgroßeltern Friderike und Johann Becker zeigen und zwei Zeichnungen, auf denen die Großeltern Bernhard und Berta Becker abgebildet sind, heißt es weiter. Johann Becker war der Gründer der gleichnamigen ehemaligen Leinenweberei in Raesfeld, und sein Sohn Bernhard war langjähriger geschäftsführender Gesellschafter der Firma.

Die Familie lebte mit ihren vier Kindern in der Villa Becker an der Weseler Straße. Heute ist die Villa im Eigentum der Gemeinde Raesfeld und beheimatet insbesondere das Bildungswerk Raesfeld, das in den Räumen Kurse und Seminare anbietet.

Zwischen 1978 und 1983 diente der Bau der Gemeinde Raesfeld als Verwaltungsgebäude, bevor die Verwaltung ins seinerzeit neue Rathaus umzog. Die Weberei der Beckers selbst befand sich am Linnenweg in Raesfeld und wurde nach längerem Leerstand in den 1980er Jahren abgerissen.

Gruppe von acht Enkeln

Die angereiste Gruppe von acht Enkeln, die heute in ganz Deutschland verstreut leben, schwelgte bei einer Besichtigung der Villa Becker in Kindheitserinnerungen. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten sie für längere Zeit bei den Großeltern, um auf dem Land sicherer zu sein. Daher waren vor allem die Kellerräume der Villa interessant, in denen die Familie in den letzten Kriegswochen vor den anrückenden englischen Soldaten Schutz suchte.

Auch bei einem Rundgang durch den Raesfelder Ortskern, bei einem Besuch der Schlossfreiheit und einer Führung durchs Heimatmuseum wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Gleichzeitig deuteten die Enkel Professor Dr. Wilhelm Klüsche und Dr. Florian Böllhoff an, dass noch ein weiteres Kunstwerk aus dem Familienbesitz an die Gemeinde Raesfeld geschenkt werden könnte.

„Wir danken den Nachkommen der Unternehmerfamilie Becker ganz herzlich für die Bilder, die so ihren Weg zurück in die Villa Becker gefunden haben“, wird Bürgermeister Martin Tesing in der Mitteilung zitiert. Solche Dinge seien wichtig, um Dorfgeschichte präsent zu machen, betonte er.