Raesfeld

Entscheidung fürs Erler Hub soll bald fallen

Die Bürgergenossenschaft Erle sieht sich auf der Zielgeraden für die Dorfkneipe Hub, die im Ort entstehen soll. Der Aufsichtsrat ist nach intensiven Gesprächen einstimmig der Meinung, „dass es realistisch ist, die Kosten entsprechend zu senken“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Arno Brömmel in einer Mitteilung der Genossenschaft.Schon im vergangenen Jahr hatte bei der Generalversammlung eine Finanzierungslücke von damals rund 1,1 Millionen Euro geklafft.

08.03.2024

Der Bauplatz für die genossenschaftliche Dorfkneipe in Erle ist schon abgesteckt.

Der Bauplatz für die genossenschaftliche Dorfkneipe in Erle ist schon abgesteckt.

© Schmidt

Bürgergenossenschaft will Dorfkneipe eröffnen

ERLE. Grund waren Baukostensteigerungen und gestiegene Zinsen. Damals wurden Vorstand und Aufsichtsrat beauftragt, die Ausschreibung über das Architekturbüro durchführen zu lassen und diese Lücke zu schließen. Bis zum 15. Januar gingen aber nur Absichtserklärungen mit einem Volumen von rund 140.000 Euro ein.

Vorstand Oliver Göttlich hatte da aber schon eine neue Entwicklung im Bausektor ausgemacht, nach der sich die Preise wieder stabilisieren würden. Das bestätigten auch die Ausschreibungsergebnisse Ende Januar. Die befürchtete Kostensteigerung würde demnach wohl nicht eintreten, so Göttlich. Gleichwohl: Die Ausschreibungsergebnisse über alle Gewerke hinweg sind momentan immer noch rund 12,5 Prozent zu hoch. Der Aufsichtsrat musste sich deshalb zum Wohle der Genossenschaft entscheiden, ob eine Versammlung – wie im Oktober angekündigt – durchgezogen wird, oder die Hoffnung besteht, auch diese Lücke kurzfristig zu schließen, um dann in einer später stattfindenden Versammlung den Bau der Dorfgastronomie Hub Erle endgültig beschließen zu können. Momentan ist dies aufgrund der negativen Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht möglich.

Austausch mit Experten

Intensiv habe sich der Aufsichtsrat auch mit Experten ausgetauscht. Es sei realistisch, die Kosten weiter zu senken, sagt Arno Brömmel. Gleichzeitig beschäftigt sich der Vorstand mit der Frage, ob man den Bau der Dorfgastronomie zu sehr geringen oder gar keinen Zinsen finanzieren könne. Das werde aber noch Zeit in Anspruch nehmen.

Das Architekturbüro Thieken nutzt derweil die Zeit, um weitere Vorbereitungen für den Bau zu treffen, berichtet die Bürgergenossenschaft. Dabei geht es zum Beispiel um Baugenehmigungen, Prüfstatiken und Ausführungsplanungen.

Vorstand Oliver Göttlich nennt aber keinen konkreten Zeitplan. „Wir geben alles dafür, kurzfristig das Ziel zu erreichen.“ Er sieht die Genossenschaft „nah an einer Entscheidung“. Einen genauen Zeitplan könne man aber nicht nennen. Anregungen, Fragen und Hinweise nimmt der Vorstand per E-Mail an vorstand@gb-erle.de aber gerne entgegen. Und natürlich: Jede weitere Zeichnung bringt die Genossenschaft ein Stück näher ans Ziel.