Ein geklauter Tannenbaum erheitert Publikum
Mit Sketchen und einem selbst erdachten Kriminalfall hat die Plattdeutsch-AG des Heimatvereins Erle kürzlich für viele Lacher gesorgt. Große und kleine Brejpottspöllers konnten ihr schauspielerisches Talent zeigen. Im Mittelpunk stand ein geklauter Weihnachtsbaum, den das ganze Dorf gemeinsam sucht.
Die Brejpottspöllers erheiterten das Erler Publikum.
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ERLE. Die großen und kleinen Brejpottspöllers (Plattdeutsch-AGs des Heimatvereins Erle) sorgten kürzlich für einen vergnüglichen plattdeutschen Nachmittag im voll besetzten Saal von Brömmel-Wilms. Auf dem Programm stand eine ganze Reihe sowohl selbst verfasster als auch in Erler Platt übertragener Sketche.
Bei dem Sketch „Dat Püggesken un de Kassen“ (Das Ferkel und die Kirschen) aus Michel aus Lönneberga konnten die kleinen Schauspieler ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen Bewundernswert sei neben dem urigen Platt aus Kindermund immer wieder auch die aufwendige bunte Kostümierung, heißt es aus dem Verein. Beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken hatten die kleinen Brejpottspöllers übrigens vor einem Monat bei 21 eingereichten Bewerbungsvideos den dritten Platz gewonnen, teilt der Heimatverein Erle mit.
Weihnachtskrimi war der Höhepunkt
Höhepunkt des Nachmittags war der selbst ausgedachte Weihnachtskrimi „Früher was mehr Lametta“. Der prachtvolle Weihnachtsbaum vor der Gaststätte Brömmel-Wilms ist gestohlen worden. Hauptkommissarin Marleen Haas (Nele Elsner) von der internen Revision hat in Erle die Revierleitung übernommen, um zu überprüfen, ob sich das Revier überhaupt noch lohnt. Sie leitet auch die Untersuchung des Diebstahls, bei dem das ganze Dorf mithilft. Der vormalige Revierleiter Herbert Zielonka (Malte Elsner) ist damit überhaupt nicht einverstanden und mischt sich dauernd ein. Plötzlich ist der Baum wieder da. Arno Brömmel, der sich selbst spielt, überbringt die erfreuliche Nachricht persönlich. Zum Schluss stellt sich heraus, dass Kommissar Zielonka selbst den Baum gestohlen hat, um mit dem inszenierten Kriminalfall die Daseinsberechtigung des Erler Reviers nachzuweisen. (Der Fall wird unter den berühmten Teppich gekehrt.)
Langanhaltender Beifall belohnte die „gelungenen Auftritte“ der Brejpottspöllers und die Leistung ihrer Betreuerinnen Ingrid Horstmann, Doris Hülsmann und Hedwig Rentmeister, berichtet der Heimatverein in einer Mitteilung.