Raesfeld

Bürgergenossenschaft Erle ist gut gestartet

637 Personen haben bereits 1447 Anteile für die geplante Bürgergenossenschaft gezeichnet. Das entspricht einem Gründungskapital von 434.100 Euro. Die Initiative „Wir in Erle“ und die Gemeinde werben dafür, weitere Anteile zu kaufen,

21.07.2020

Der Rhader Frauenstammtisch „Ziemlich beste Freunde“ hat bereits Anteile gezeichnet.

Der Rhader Frauenstammtisch „Ziemlich beste Freunde“ hat bereits Anteile gezeichnet.

© pd

Großes Interesse am geplanten Dorfgemeinschaftshaus

RAESFELD Nach den ersten drei Infotouren mit der Ape von André Wachtmeister ist klar: Das Interesse in und um Erle für das Projekt Bürgergenossenschaft ist groß. Gastwirt Arno Brömmel sagt: „Ich wundere mich wirklich, wer mich alles auf diese tolle Idee anspricht.“

Nach den ersten Wochen haben bereits 637 Personen 1447 Genossenschaftsanteile gezeichnet (Stand: Montagabend). Weitere Anteile seien angekündigt, teilt die Gemeinde Raesfeld mit. Das entspreche einem Gründungskapital von 434.100 Euro. Eine stattliche Summe. Dennoch rührt Bürgermeister Andreas Grotendorst weiter kräftig die Werbetrommel: „Die Baukosten liegen bei rund zwei Millionen Euro, und bis zum 30. August müssen wir möglichst nah an diese Summe herankommen.“ Großgründer hätten die Gelegenheit, sich an exponierter Stelle der Gründungsmauer zu verewigen.

Interessierte auch von außerhalb

Erstaunt seien die Mitglieder der Initiativgruppe darüber, woher die Interessenten kommen, um bei dem Projekt dabei zu sein, heißt es weiter. Der Löwenanteil komme aus Erle. Aber auch viele Raesfelder hätten schon Anteile gezeichnet. Weitere Zeichnungen kommen aus Homer, Rhade, Schermbeck und Üfte. Auch Menschen aus Münster, Hamburg oder Ismaning stehen auf der Gründerliste. Sogar aus den Niederlanden, aus Raesfelds Partnergemeinde Wehl, gebe es Gründer. Am weitesten entfernt wohnt ein Interessent aus Irland.

Anteile als Geschenk geeignet

Herumgesprochen habe sich auch schon, dass sich Gründungsanteile als Geschenk oder vorweggenommenes Erbe eignen. Es gebe Eltern, die für ihre Kinder und Großeltern, die für ihre Enkel zeichnen, so die Initiatoren. Erfreulich sei auch, dass sich erste Firmen, Vereine und Stammtische als Gründer eingetragen haben, so etwa der Rhader Frauenstammtisch „Ziemlich beste Freunde“ und der Hegering Raesfeld. Gut sei auch, dass es Gründer gibt, die deutlich mehr Anteile zeichnen.

André Wachtmeister und Arno Brömmel appellieren, sich unter www.wir-in-erle.de zu informierem und nicht mit dem Zeichnen zu warten. Denn: „Je eher wir Klarheit haben, desto eher wissen wir, ob wir dauerhaft einen Dorfplatz mit Dorfgastronomie in Erle als Treffpunkt sichern können.“

Bürgergenossenschaft Erle ist gut gestartet

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