Büchereien Raesfeld und Erle ziehen Bilanz
Nach Corona-Pause und Einschränkungen ist im vergangenen Jahr langsam Alltag in die Räume der Büchereien Raesfeld und Erle eingekehrt. In Erle ist die Zahl der Ausleihen nach einem Corona-Tief mit 7187 Ausleihen wieder auf dem Niveau vor der Pandemie angekommen (2019: 6969), in Raesfeld steigt die Anzahl der Ausleihen dagegen langsamer (2019: 46.508; 2022: 30.584). Doch es gibt auch positive Auswirkungen.
Die Bücherei in Erle hat sich zu einer Kinderbücherei spezialisiert.
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Kinder leihen am meisten aus
RAESFELD. Vor allem klassische Ausleihen seien seit Corona zurückgegangen, berichtet Jutta Weber, Leiterin der Bücherei in Raesfeld. Positiv vermerken konnten sie hingegen einen kontinuierlichen Anstieg der digitalen Ausleihen – auch während der Pandemie. Hier gab es einen Anstieg von zehn auf 20 Prozent. „E-Audio läuft zum Beispiel gut, vor allem für Kinder“, erzählt sie. Insgesamt werden die Medien für Kinder häufiger ausgeliehen als die für Jugendliche und Erwachsene, berichtet Weber weiter. Der Bestand in Erle sei daher inzwischen als Kinderbücherei spezialisiert.
Klassen besuchen häufiger in Büchereien
Schulen kommen nach Corona immer häufiger mit Klassen in die Büchereien. Darauf sei auch der starke Anstieg der Kinder als aktive Nutzer der Bücherei in Raesfeld im vergangenen Jahr zurückzuführen (2021: 207; 2022: 467 Kinder bis einschließlich zwölf Jahre). Auch der Rückgang der erwachsenen Nutzer (2021: 505; 2022: 202) könne so zumindest teilweise erklärt werden. Es gebe durchaus die Überzeugung, dass die angestrebte Lese-Förderung und die Suche nach Lese-Stoff für Kinder durch die Schulbesuche in der Bücherei „abgedeckt“ seien, die Eltern somit nicht mehr selbst in die Einrichtungen kommen müssten, um gemeinsam mit ihren Kindern etwas auszuleihen, berichtet Weber.
Weniger ehrenamtliche Mitarbeiter
Auch die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist während der Corona-Pandemie zurückgegangen. „Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin hält in Erle die Stellung“, berichtet Weber. In Raesfeld sind 15 Ehrenamtliche tätig. „Im Moment ist es ausreichend, aber wir sind immer auf der Suche nach weiteren Interessierten.“ Bislang habe die Zahl der Mitarbeiter aber keine Auswirkungen auf die Öffnungszeiten. Diese wurden mit der Zeit wegen ausbleibender Besucher gekürzt.
Auf dem Plan sei noch, die Räume am Kirchplatz etwas kindgerechter zu gestalten, erklärt die Leiterin. „Wir wollen weiter gut mit Kindergärten und Schulen zusammenarbeiten und dann mal beobachten, wie es sich entwickelt“, sagt Jutta Weber.
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