Raesfeld

„Babywiese“ in Erle entwickelt sich zum Treffpunkt

Die Mitglieder des Heimatvereins Erle haben sich zur Jahreshauptversammlung getroffen. Auf der Tagesordnung standen auch Wahlen.

20.03.2019

Die Neugewählten des Heimatvereins (von links): Dirk Brand, Wenzel Schierenberg, Bernd Lacombe, Ingrid Horstmann, Andreas Cluse, Doris Grunewald mit dem Vorsitzenden Norbert Sabellek. Nicht mit auf dem Foto sind Charlotte Meiners und Hildegard Gülker.

Die Neugewählten des Heimatvereins (von links): Dirk Brand, Wenzel Schierenberg, Bernd Lacombe, Ingrid Horstmann, Andreas Cluse, Doris Grunewald mit dem Vorsitzenden Norbert Sabellek. Nicht mit auf dem Foto sind Charlotte Meiners und Hildegard Gülker.

© pd

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

ERLE. „Heimat ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Norbert Sabellek, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, dessen Mitglieder sich zur Jahresversammlung trafen. Heimat wolle bewahrt, erkundet und weitergegeben werden, umriss er die Aufgabenpalette des Vereins. Zu dieser gehöre die Dokumentation der Ortsgeschichte wie die Pflege der plattdeutschen Sprache und des Naturschutzes. In allen Bereichen habe der Verein im Jahr 2018 „bemerkenswertes Engagement an den Tag gelegt“, so Sabellek.

Berichte: Carlo Behler verwies auf die Ausstellung „Wir wollen mal eben hingehen – Erle und der Erste Weltkrieg“. Etwa 350 Personen hätten diese in zehn Wochen besucht. Sie ist am kommenden Sonntag von 12 bis 16 Uhr noch einmal geöffnet. Dabei werde in Erinnerung an den „Steckrübenwinter 1916/17“ eine Steckrübensuppe angeboten. Mit dem Erlös solle die Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützt werden.

Ingrid Horstmann berichtete von der Arbeit der „Koffieköppkes“. Seit 2010 haben sie 16 Ordner mit Fotos aus dem 20. Jahrhundert mit Namen und Ereignissen zusammengestellt, Totenzettel archiviert und Texte über altes Brauchtum verfasst. Zur Kulturpflege gehöre auch der Schnatgang mit dem Heimatverein Raesfeld.

Alte Umgangssprache stifte Identität

Doris Grunewald berichtete von den „Brejpottspöllern“, den Plattdeutsch-AGs der Grund- und Sekundarschüler. Die spielerische Vermittlung der alten Umgangssprache stifte Identität mit dem Heimatort und stärke das Selbstbewusstsein der jungen Schauspieler.

Norbert Sabellek informierte von den Fortschritten bei der Gestaltung der „Babywiese“. 19 neue Bäumchen seien gepflanzt worden. Imker Jürgen Heider habe dort zwei Bienenvölker platziert. Ferner wurden dort Feste gefeiert.

Finanzen: Laut Kassenbericht von Ludger Elbert hielten sich 2018 Einnahmen und Ausgaben des Vereins die Waage. Nach 17 Jahren beschloss die Versammlung, die Mitgliedsbeiträge auf zehn Euro für Einzelpersonen und 15 Euro für Familien anzuheben.

Wahlen: In ihren Ämtern bestätigt wurden Andreas Cluse (stellvertretender Vorsitzender), Doris Grunewald (stellvertretende Schriftführerin), Charlotte Meiners (stellvertretende Kassiererin) sowie Ingrid Horstmann, Hildegard Gülker und Wenzel Schierenberg als Beisitzer. Rechnungsprüfer sind Dirk Brand und Bernd Lacombe.