Heiden: Eine neue Schule ist nicht geplant
Seit zwei Jahren ist die Ludgerus-Hauptschule geschlossen, seither gibt es in Heiden nur noch eine Grundschule. Zur weiterführenden Schule müssen Kinder und Jugendliche pendeln. Ist das ein Problem oder klappt das alles gut? Vewaltung und Politiker verraten, wie sie die Schulsituation in Heiden einschätzen.
Die Ludgerus-Hauptschule ist seit zwei Jahren geschlossen.
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HEIDEN. Zwei Jahre ist es her, dass sich die Türen der Ludgerus-Hauptschule endgültig geschlossen haben, seither hat Heiden keine weiterführende Schule mehr. Nach der Grundschulzeit müssen Mädchen und Jungen täglich in umliegende Orte pendeln. Rund 615 Kinder und Jugendliche aus Heiden betrifft das laut Angaben des Statistischen Landesamtes IT NRW.
Ein größeres Problem sei das für diese Schüler meist nicht, beobachtet Birgit Möllers, die Leiterin der Mariengrundschule. „Der Übergang funktioniert in der Regel auch, wenn die weiterführende Schule nicht mehr vor Ort ist“, sagt sie. Das Pendeln sei per Schul- oder Linienbus auch zeitlich gut machbar. Laut IT NRW sind vor allem Velen und Reken als Standorte für weiterführende Schulen bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Im gerade begonnenen Schuljahr ist besonders Borken gefragt. Stand April dieses Jahres waren 52 Schüler aus Heiden an Borkener Schulen angemeldet und besuchen dort nun die fünften Klassen. Allein 23 Mädchen und Jungen davon gehen beispielsweise zur Jodocus-Nünning-Gesamtschule, 15 zum Gymnasium Remigianum.
Alle Schulen gut erreichbar
Für die Velener Abraham-Frank-Sekundarschule gab es für dieses Schuljahr aus Heiden zehn Anmeldungen, vier weitere für die Rekener Sekundarschule. Das Gymnasium Maria Veen besuchen 13 Fünftklässler aus Heiden. Am Standort Raesfeld der Julia-Koppers-Gesamtschule haben nach den Sommerferien zwölf Kinder aus Heiden angefangen.
Die Schulen seien alle gut zu erreichen, sagt der kommissarische Hauptamtsleiter Manuel Benning auf BZ-Anfrage. Es stehe daher aktuell nicht zur Diskussion, in Zukunft möglicherweise wieder eine weiterführende Schule einzurichten. Für Heiden sei das schade, findet Birgit Möllers. „Eine weiterführende Schule macht einen Ort nicht nur lebendiger, sie schafft auch eine größere Verbindung der Jugendlichen zu ihrem Heimatort.“

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