Borken

Streitgespräch mit dem Tod: Mysterienspiel über Vergänglichkeit

Das Mysterienspiel „Der Ackermann und der Tod“ ist am 8. November in der Johannes-Kirche zu sehen. Regisseur Dominik Wilgenbus verbindet Johannes von Tepls Streitgespräch mit dem Tod von 1400 mit Werken von Bach und Stölzel. Das Stück richtet sich an alle, die in der Kunst Orientierung und Inspiration suchen bei ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod und folglich dem Leben.

29.10.2026

Das Mysterienspiel „Der Ackermann und der Tod“ ist am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr in der St.-Johannes-Kirche in Borken zu sehen.

Das Mysterienspiel „Der Ackermann und der Tod“ ist am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr in der St.-Johannes-Kirche in Borken zu sehen.

© pd/Sandra Münchow

BORKEN. Das Mysterienspiel „Der Ackermann und der Tod“ ist am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr in der St.-Johannes-Kirche in Borken zu sehen. In der Kooperationsveranstaltung des Kulturkreis Schloss Raesfeld und der Kulturgemeinde Borken führt der in Borken aufgewachsene Dominik Wilgenbus Regie. In weiteren Rollen sind Markus Beisl und Guido Drell zu sehen. Organist Aris Alexander Blettenberg und Sopranistin Dina van Beek werden unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach und Gottfried Heinrich Stölzel zu Gehör bringen, heißt es in der Ankündigung zum Stück.

Der Ackermann und der Tod „ist ein Streit, dergestalt, dass einer, dessen Liebste gestorben ist, den Tod zur Rede stellt, woraufhin sich der Tod verantwortet.“ So lautet Johannes von Tepls eigene Zusammenfassung seines Textes von 1400, der heute zu den bedeutendsten Prosadichtungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit gezählt wird. Zwei Schauspieler in den Rollen der Streitgegner nutzen für ihr Spiel den gesamten Kapellenraum. Durch Konzentration des Textes auf seine zeitlose Substanz entstehe Raum für Musik, die sich gemäß mittelalterlichen Denkens „als irdisches Echo der himmlischen Sphärenklänge“ verstehe und zugleich „die Zustände der menschlichen Seele in Tönen“ male, so die Veranstalter.

Mit seiner Verbindung von Musik, Sprache und Szene behandele „Der Ackermann und der Tod“ das Thema Vergänglichkeit sowohl auf sinnlicher als auch auf verstandesmäßiger Ebene, heißt es. Das Stück richtet sich an alle, die in der Kunst Orientierung und Inspiration suchen bei ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod und folglich dem Leben.

Weitere Informationen und Tickets gibt es unter kulturkreis-schloss-raesfeld.de.