Borken

Sternwarte in Borken: Riesensterne des Orions im Teleskop beobachten

Die Borkener Sternfreunde laden im Februar zur Beobachtung des Himmelsjägers Orion ein. Die beiden hellsten Sterne sind der rote Stern Beteigeuze und der blaue Stern Rigel. Der Riesenstern Beteigeuze wird als heißer Kandidat für eine Supernova gehandelt. Bei klarem Himmel wird das Teleskop am 6. und 19. Februar unter anderem auf den Orionnebel ausgerichtet, versprechen die Experten der Borkener Sternwarte.

29.01.2026

Sehr einprägsam seien die Sterne, die das Sternbild des Himmelsjäger Orion zeichnen, sagen die Experten der Sternwarte.

Sehr einprägsam seien die Sterne, die das Sternbild des Himmelsjäger Orion zeichnen, sagen die Experten der Sternwarte.

© pd

HOXFELD. Im Winter seien sehr viele helle Sterne am Himmel zu erkennen, heißt es in einer Mitteilung der Sternfreunde Borken. Dies führe oftmals zur Annahme, dass die Nächte im Winter besonders klar seien. Sehr einprägsam seien die Sterne, die das Sternbild des Himmelsjägers Orion zeichnen.

Die beiden hellsten Sterne sind der rote Stern Beteigeuze und der blaue Stern Rigel. Beide Sterne gehören zu den Riesensternen und sind 17 Mal schwerer als die Sonne, wissen die Experten der Borkener Sternwarte. Die beiden Sterne seien deswegen einige zehntausend Mal leuchtkräftiger als unser Heimatgestirn.

Auf Beteigeuze haben Astronomen ein besonderes Augenmerk: Der rote Riesenstern wird als heißer Kandidat für eine Supernova gehandelt. Dass wir jene finale Explosion des Sterns erleben, sei zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich, sagt Christian Overhaus von den Sternfreunden. Der schöne Anblick des Orions wäre dann „jedenfalls dahin“. Sehr auffällig seien die drei Gürtelsterne des Orion, die fast auf einer Linie im gleichen Abstand voneinander stehen und dem Sternbild das besondere Aussehen verleihen.

Spektakulärer Anblick

Unterhalb der Gürtelsterne befindet sich das Schwert des Orions. Im Teleskop offenbart sich das Schwert als ein großes nebelartiges Gebiet. Der Nebel im Orion ist der hellste Teil eines großen, aktiven Sternentstehungsgebiets. Im Zentrum befinden sich vier helle Sterne, die ein Trapez formen. Diese Sterne regen mit ihrer starken UV-Strahlung das umgebende Gas zum Leuchten an. Auf Fotoaufnahmen wirke der Orionnebel „spektakulär“, und im Teleskop biete er einen „schönen Anblick, auch wenn die Farbwahrnehmung unserer Augen sehr „begrenzt“ sei, berichtet Christian Overhaus.

Beim Betrachten des Sternbildes Orion können Interessierte Zeuge sowohl von der Entstehung junger Sterne, die sich in den Gaswolken des Orionkomplexes bilden, werden, als auch des Vergehens älterer Sternen wie Beteigeuze. Die Sternfreunde laden dazu am Freitag, 6. Februar, sowie am Donnerstag, 19. Februar, ein. Los geht der öffentliche Beobachtungsabend ab 20.30 Uhr an der Sternwarte in Hoxfeld. Bei klarem Himmel wird das Sternwartenteleskop unter anderem auf den Orionnebel ausgerichtet.