Sternfreunde zeigen Sternhaufen durchs Teleskop
An der Sternwarte in Hoxfeld können an zwei Terminen im November verschiedene sogenannte „Sternhaufen“ beobachtet werden. Viele dieser Sternansammlungen seien sehr schön anzusehen, berichten die Sternfreunde. „Carolines Rose“ zum Beispiel erscheint als fast neblige Sternwolke mit unzähligen Sternen.
Hoch am Himmel findet man in diesen Nächten das Sternbild der äthiopischen Königin Kassiopeia.
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HOXFELD. Hoch am Himmel findet man in diesen Nächten das Sternbild der äthiopischen Königin Kassiopeia, die zusammen mit ihrem Gatten König Cepheus und ihrer Tochter Andromeda die tägliche Runde um den Polarstern dreht. Das Sternbild Kassiopeia befindet sich im Band der Milchstraße und sei „mit besonderem Sternreichtum gesegnet“, berichten die Sternfreunde aus Hoxfeld, die die dortige Sternwarte betreiben. Die hellsten Sterne zeichneten eine Figur, die einem „W“ ähnele. Es fänden sich sehr viele Sternhaufen in der Kassiopeia.
Insgesamt sind 110 dieser Sternansammlungen bekannt, etwa 40 von ihnen können im Teleskop der Sternwarte gesehen werden. „Sternhaufen sind Ansammlungen von Sternen, die zumeist fast zeitgleich in einer Molekülwolke entstanden sind“, berichtet Christian Overhaus von den Sternfreunden. Diese Eigenschaften machten Sternhaufen für die Forschung interessant. Die Forscher untersuchen Sterne unterschiedlicher Masse aber gleichen Alters und können somit wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternen gewinnen.
Sternhaufen sind schön anzusehen
Im Teleskop seien viele dieser Sternhaufen sehr schön, findet Overhaus. Der Sternhaufen NGC 7789 „Carolines Rose“ zum Beispiel erscheine als fast neblige Sternwolke mit unzähligen Sternen. Bis zu 15.000 Sterne fände man dort. Die deutsch-britische Astronomin Caroline Herschel entdeckte ihn am 1. November 1783.
Ganz anders sieht der Eulensternhaufen NGC 457 aus. Er enthält nur etwa 60 Sterne, die allerdings teils sehr hell sind. Die Form des Sternhaufens erinnert an eine sitzende Eule. Die beiden Augen sind die hellsten Sterne des Haufens. Wilhelm Herschel entdeckte den Haufen im August 1780.
Ebenfalls sehr schön sei der Sternhaufen Messier 52, den Charles Messier im September 1774 fand, so Overhaus weiter. Etwa 600 Sterne kann man dort zählen. Auffällig hell ist ein gelblicher Stern, der etwas am Rande zu finden ist. Der Sternhaufen ist über 5000 Lichtjahre entfernt.
Die Sternhaufen zeigen die Sternfreunde bei den öffentlichen Beobachtungsabenden am Freitag, 6. November, und Donnerstag, 19.November, ab 20.30 Uhr an der Josef-Bresser-Sternwarte. Die Beobachtungen finden nur an klaren Abenden statt.