Borken

Stadt Borken bekämpft mehrere invasive Arten

Die Städte Borken und Velen nehmen an einem Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Eindämmung problematischer Arten wie Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Jakobskreuzkraut sowie Nutria und Bisam teil. Auf ausgewählten Pilotflächen werden unterschiedliche Maßnahmen zur Bekämpfung von invasiven Arten ausprobiert.

09.06.2026

Unter anderem das Jakobskreuzkraut soll in Borken bekämpft werden.

Unter anderem das Jakobskreuzkraut soll in Borken bekämpft werden.

© picture alliance / dpa

BORKEN. Die Leader-Region Bocholter Aa reagiert auf die zunehmende Ausbreitung invasiver und giftiger Pflanzen- und Tierarten. Aus dem BZ-Verbreitungsgebiet nehmen die Städte Borken und aktuell Velen an einem Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Eindämmung problematischer Arten wie Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Jakobskreuzkraut sowie Nutria und Bisam teil.

Auf ausgewählten Pilotflächen werden unterschiedliche Maßnahmen wie Mahd, händisches Entfernen oder biologische Bekämpfung erprobt. Ziel sei es, heimische Pflanzenarten zu stärken und die Ausbreitung invasiver Arten nachhaltig einzudämmen, heißt es in eienr Mitteilung der Stadt Borken.

Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes

In Borken liegt der Fokus auf der Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes. Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische, allerdings giftige Pflanze, die sich massenhaft vermehrt. Auf zwei städtischen Pilotflächen werden daher unterschiedliche Methoden getestet, teilt die Stadt weiter mit. Auf einer Fläche erfolgt die Bekämpfung durch Ausstechen der Pflanzen und eine anschließende Nachsaat. Auf einer zweiten Fläche wird die sogenannte Andreas-Frahm-Methode angewendet. Dabei kommen Raupen des Blutbären zum Einsatz, einer heimischen Schmetterlingsart, die sich natürlicherweise vom Jakobskreuzkraut ernährt.

Andreas Frahm stellte die Methode Vertretern der Stadt Borken, des Kreises Borken, der Landwirtschaftskammer, der Landwirtschaft sowie des Imkereivereins im Borkener Rathaus vor. Zudem fand eine Besichtigung der Pilotflächen statt.

Bis Herbst 2028 soll diese biologische Methode nun erprobt werden. Auch auf der zweiten Pilotfläche sollen die Maßnahmen zeitnah beginnen, um die Wirksamkeit der unterschiedlichen Methoden vergleichen zu können.

Begleitet wird das Projekt durch eine Öffentlichkeitskampagne. Ziel ist es, die Bedeutung der Biodiversität stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und verschiedene Akteure, beispielsweise aus der Landwirtschaft sowie den Wasser- und Bodenverbänden, aktiv einzubinden.

Die Ergebnisse werden dokumentiert und sollen künftig auch anderen Regionen als Orientierung dienen.