Sängervereinigung überrascht Josef Gördes zum 99. Geburtstag
Josef Gördes, seit 1953 aktives Mitglied der Sängervereinigung 1925 Borken, hat seinen 99. Geburtstag gefeiert. Seine Chorkollegen haben ihn mit einer musikalischen Feier in seinem Garten überrascht. Das Geburtstagskind, das auf ein bewegtes Leben zurückblickt, hatte von den wochenlangen Vorbereitungen nichts mitbekommen.
Josef Gördes hat zu seinem 99. Überraschungsbesuch von seinen Sängerfreunden bekommen.
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BORKEN. Sänger Josef Gördes hat zu seinem 99. Geburtstag ganz überraschend großen Besuch von mehr als 50 Chorkollegen der Sängervereinigung 1925 Borken bekommen.
Alles sei von langer Hand vorbereitet gewesen, berichtet der Vorstand. Auch seine radelnden Sangeskollegen, bei denen Josef immer noch aktiv ist, waren mit von der Partie. Nur das Geburtstagskind selbst hatte von den Aktivitäten im Hintergrund nichts mitbekommen. Josefs Verwandtschaft war eingeweiht, so dass die Sänger sich unbemerkt in seinem Garten aufstellen konnten. Nach mehreren Liedern überreichte der Vereinsvorsitzende Hans Zaksek dem Jubilar einen Präsentkorb. Mit zu den Gratulanten zählte auch der aus Vreden angereiste Vorsitzende des Chorverbandes Westmünsterland, Reinhard Menke, der Josef Gördes einen Blumenstrauß überreichte.
Phänomenale Gesundheit
Josef Gördes erfreue sich einer „phänomenalen Gesundheit“, berichten seine Chorkollegen. So sei er seit vielen Jahren Mitglied der chorinternen Radlertruppe, die jeden Mittwoch Touren bis zu 60 Kilometer unternimmt. Josef Gördes komme dabei ohne elektrische Unterstützung aus und lasse sich auch nicht durch Regen oder Gegenwind abschrecken.
Der Jubilar war am 13. Februar 1953 in die Sängervereinigung eingetragen und bereits nach elf Monaten als Notenwart aktiv. Darüber hinaus führte er die Sängervereinigung in zwei Wahlperioden insgesamt elf Jahre lang als Vorsitzender. Als Sänger hat er mitgeholfen, zwei Mal den Titel eines Meisterchores zu erringen.
Beruflich war Josef Gördes der Textilfirma Wülfing jahrzehntelang verbunden und arbeitet jahrelang als Prokurist.
Als Jugendlicher/junger Mann musste er in der Endphase des II. Weltkriegs Schreckliches erleben und blieb durch Zufall als einziges Mitglied seiner Gruppe am Leben. Er geriet in französische Kriegsgefangenschaft, meldete sich zur Arbeit auf einem Bauernhof und wurde dort wie ein Familienmitglied behandelt. Daraus erwuchs eine deutsch-französische Freundschaft bis in die Gegenwart hinein.
Ein liebenswürdiger Mensch
Josef Gördes wird von seinen Sängerfreunden als äußert pflichtbewusst beschrieben, er verpasse kaum eine der wöchentlichen Chorproben, sei äußerlich stets adrett gekleidet, unterhaltsam und charmant. „Er ist ein liebenswürdiger Mitmensch“, sagt Pressewart Christof Schmiechen.
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