Martin Schulz will mehr mit Betriebsräten sprechen
Sollte Martin Schulz (SPD) neuer Bürgermeister von Borken werden, will er regelmäßige Gespräche mit Betriebsräten führen. Das hat der Bürgermeisterkandidat versprochen.
Martin Schulz tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an.
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BORKEN. Bürgermeisterkandidat Martin Schulz (SPD) hat bei einem Treffen mit Arbeitnehmervertretern zugesagt, im Falle seiner Wahl neben Unternehmerrunden auch regelmäßige Gespräche mit Betriebsräten anzubieten. Schulz, selbst seit vielen Jahren Betriebsrat bei der Bundeswehr in Wesel, sagte, dies sei „ein wichtiger Baustein in der Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung und Bürgernähe“.
Bei dem Treffen im Café Henry des Deutschen Roten Kreuzes diskutierten die Anwesenden über Schwierigkeiten für die Arbeit von Betriebsratsarbeit in manchen Betrieben. Nicht selten würde in Unternehmen die Bildung von Arbeitnehmervertretungen hinausgezögert oder behindert werden, auch würde den Betriebsräten ihre praktische Arbeit erschwert, fasst die SPD die Aussagen von Beteiligten in einer Mitteilung zusammen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien Betriebsräte nicht nur für die Arbeitnehmer gut und wichtig, sondern auch für die Unternehmen, betonte Schulz bei der Gelegenheit.
An der Gestaltung der Stadt teilnehmen
Auch die Forderung nach einem Seniorenbeirat und einem Jugendforum für Borken gehörten zu mehr Bürgerbeteiligung, betonte Schulz. Letztlich sei die Form der Mitsprache jedoch nicht entscheidend. Wichtig sei, dass möglichst viele Bürger, die sich nicht kommunalpolitisch engagieren, mit ihren Vorschlägen und ihrer Meinung an der Gestaltung der Stadt teilnehmen könnten.
Unterdessen erklärte der Kandidat seine „ausdrückliche“ Unterstützung für eine Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegen die AfD. „Rathaus Rassistenfrei – Keine Stimme der AFD“ heißt der Vorstoß der Gewerkschaft. In den kommenden Tagen will der Gewerkschaftsbund die Initiative nicht nur in Borken, sondern kreisweit bewerben. Der DGB kritisiert, dass die Wahlwerbung der AfD „wieder mal die niederen Instinkte der Menschen ansprechen solle“. Politik für die Arbeitnehmer kenne die Partei jedoch nicht, sagte Martin Schulz.