Martin Schulz will „Kümmerer“ für Vereine in Borken
Gerade jetzt, während der Corona-Krise, stehen viele Vereine vor großen Problemen. Auch deshalb fordert SPD-Bürgermeister-Kandidat Martin Schulz einen „Kümmerer“ für Vereine.
Martin Schulz traf sich mit Vereinsvertretern zum Meinungsaustausch.
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BORKEN. SPD-Bürgermeister-Kandidat Martin Schulz hat sich mit Vertretern Borkener Sportvereine und des Stadtsportbundes zu einem informellen Gespräch in der Gaststätte Alduk in Gemen getroffen.
Im Vordergrund des Meinungsaustauschs, an dem auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Kurt Kindermann und eine Reihe von Kandidaten für den Stadtrat teilnahmen, standen die aktuellen Probleme der Sportvereine, die durch die Corona-Krise entstanden sind. Darüber hinaus ging es um die Zukunft von Sportvereinen auch vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen, zunehmender bürokratischer und steuerlicher Anforderungen sowie damit verbundener Risiken für Vereinsvorstände.
Beraten, unterstützen und koordinieren
Seit Jahren steigen die Anforderungen an Vereinsvorstände, verbunden auch mit Haftungsfragen. Es sei daher nicht verwunderlich, wenn immer weniger Vereinsmitglieder zu finden sind, die sich bereiterklären, ein Amt zu übernehmen. Der SPD-Bürgermeisterkandidat Martin Schulz fordert daher die Stelle eines „Vereine-Kümmerers“ im Rathaus. Die Stelle solle nicht nur in Notfällen helfen, sondern auch beraten, unterstützen und auf Wunsch koordinieren. Selbstverständlich müsse eine solche Stelle allen Vereinen zur Verfügungen stehen, zum Beispiel auch aus dem sozialen Bereich.
Bedeutung für das Zusammenleben
Im Laufe des Gespräches beschrieben die Vereinsvorstände ein sich veränderndes Mitglieder- und Kundenverhalten und die Notwendigkeit der Professionalisierung der Vereinsarbeit, die oft nur durch Zusammenschlüsse herbeigeführt werden kann. Ein weiteres Thema war ein „Gerechtigkeitsproblem“ zwischen den Vereinen, die eine breite Sportpalette anbieten und Spezialvereinen, da diese neben einer Hallennutzung oft keine besonderen Aufwendungen hätten. Schulz unterstrich, wie wichtig Vereine für das Zusammenleben in Borken sind, für die Jugendarbeit, für die Gesundheit der Menschen und auch für die Integration. Wegen Corona dürfe in Borken kein Verein auf der Strecke bleiben.

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