Borken

Lesung zum Thema Holocaust und Weltgedächtnis

Nächster Termin der Veranstaltungsreihe „Die Zukunft von damals auf dem Weg nach übermorgen“ von Stadtarchiv, Volkshochschule und Heimatverein Borken anlässlich des Stadtjubiläums Borken 800. Auslandsreporterin und Publizistin Charlotte Wiedemann liest am Sonntag, 25. Januar, ab 11 Uhr aus ihrem Buch „Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis“.

16.01.2026

Charlotte Wiedemann liest aus ihrem Buch über den Holocaust und das Weltgedächtnis.

Charlotte Wiedemann liest aus ihrem Buch über den Holocaust und das Weltgedächtnis.

© pd/Anette Daugardt

WESEKE. Die Auslandsreporterin und Publizistin Charlotte Wiedemann liest am Sonntag, 25. Januar, ab 11 Uhr aus ihrem 2022 erschienenen Buch „Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis“. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Die Zukunft von damals auf dem Weg nach übermorgen“ von Stadtarchiv, Volkshochschule und dem Heimatverein Borken anlässlich des Stadtjubiläums Borken 800 im Pfarrheim St. Ludgerus Weseke.

Internationale Erfahrungen

In ihrem Buch bringt sie ihre internationalen Erfahrungen in Dialog mit ihrer langjährigen Beobachtung des deutschen Umgangs mit der NS-Herrschaft. Essay, Reisereportage und Selbsterforschung verbindend, überschreitet sie die deutsch-jüdische Perspektive und nimmt auch außereuropäische Erfahrungen kolonialen Unrechts in den Blick.

Autorin viele Jahre als Auslandsreporterin tätig

Bereits vor dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Krieg in Gaza schrieb sie: „Israel und seine sichere Existenz haben für Deutschland aufgrund seiner Geschichte einen besonderen Rang. Aber diese Bindung hat etwas Tragisches, solange Israel Völkerrecht flagrant verletzt – und darüber zu sprechen, macht die Erinnerungskultur glaubwürdiger.“ Charlotte Wiedemann berichtete über viele Jahre für große Zeitungen aus Asien und Afrika. Geboren 1954, verfolgt sie seit vier Jahrzehnten die Debatten um die Verantwortung für den Nationalsozialismus.

Borkener Kammer- und Orchestermusiker begleiten Veranstaltung

Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Borkener Kammer- und Orchestermusiker Benno Rickert und versteht sich als städtischer Beitrag zum Internationalen Holocaust-Gedenktag zwei Tage später.

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Reservierung per Mail an stadtarchiv@borken.de gebeten.