Leserbrief: Verbauter Horizont
Leserbrief zum BZ-Bericht „Borkens höchtes Bauwerk dreht sich in Weseke“ vom 24. Februar.
© Sven Kauffelt
Hurra, unser Dorf Weseke hat zurzeit das höchste Bauwerk im Stadtgebiet. Sah man bisher aus allen Richtungen zuerst unsere Kirchturmspitze, stiehlt dem „Zeigefinger Gottes“, wie der Turm hier gerne genannt wird, jetzt eine Windradrotorspitze die Schau. Die ist dem Himmel allerdings auch dreimal näher.
Wie zu erfahren war, werden wir diesen Rekord wohl nicht allzu lange halten können, sollen doch noch mehr als 30 weitere „Windgeldmaschinen“ im Raum Weseke und (die Masse hoffentlich außer Sichtweite) Richtung Marbeck und Raesfeld hochgezogen werden.
Aber egal: Für unsere Energiewende, um die uns bekanntlich die ganze Welt beneidet, lassen wir uns doch gerne den Horizont verbauen oder die Parklandschaft verunstalten und zahlen mit der Faust in der Tasche trotzdem die höchsten Strompreise.
Und ob der Wind stark weht oder gar nicht – die derzeitige finanzielle Absicherung der Stromeinspeiser durch die zahlende Stromverbraucher-Zwangsgemeinschaft zieht genügend Investoren und Bürger an, die über Beteiligungen mehr Rendite als bei ihrer Bank herausholen können.
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© Sven Kauffelt