Borken

Leserbrief: Probleme werden nicht konsequent verfolgt

Leserbrief zu BZ-Berichten zum Thema Verkehrssicherheit.

05.08.2026

Symbolbild.

Symbolbild.

© Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Mit Interesse habe ich in den vergangenen Wochen die Berichterstattung über verschiedene Themen der Verkehrssicherheit in Borken verfolgt. Berichtet wurde unter anderem über auffällige E-Scooter-Nutzung, eine verkehrsbehindernde Baustellenabsperrung an der Bahnhofstraße oder zuletzt über Fanaufkleber auf Verkehrszeichen.

Obwohl die Problematik im Bereich Bahnhofstraße, Heidener Straße, seit Jahren bekannt ist, wird diese nicht mit Konsequenz verfolgt.

Bereits seit 2019 weisen Anwohner auf wiederkehrende nächtliche Verkehrsauffälligkeiten, vermeidbaren Fahrzeuglärm sowie gefährliche Fahrmanöver hin. Seither gab es Geschwindigkeitsmessungen, Verkehrserhebungen, Lärmberechnungen, Korrespondenz mit Stadt, Polizei, Kreis und Bezirksregierung sowie zuletzt erneut Verkehrsmessungen und Polizeikontrollen.

Dennoch besteht die Problematik aus Sicht der betroffenen Anwohner unverändert.

Besonders kritisch erscheint, dass sich die Diskussion regelmäßig auf Durchschnittsgeschwindigkeiten und den sogenannten V85-Wert konzentriert. Die eigentliche Belastung entsteht jedoch nicht durch den durchschnittlichen Verkehr, sondern durch wenige besonders auffällige Fahrzeuge, die insbesondere in den Abend- und Nachtstunden immer wieder für erhebliche Lärm- und Sicherheitsprobleme sorgen.

Hinzu kommt, dass sich das Wohnumfeld in den vergangenen Jahren verändert hat. Durch neue Wohnbebauung leben heute mehr Menschen und Familien im betroffenen Bereich. Damit steigen auch die Anforderungen an den Schutz der Wohnqualität und die Verkehrssicherheit.

Es geht ausdrücklich nicht darum, den gesamten Verkehr zu verteufeln oder möglichst viele Kontrollen zu fordern. Die meisten Verkehrsteilnehmer verhalten sich regelkonform.

Die Frage ist vielmehr, weshalb es trotz der seit Jahren bekannten Problemlage bis heute kein erkennbares langfristiges Konzept gibt, das geeignet ist, die wiederkehrenden nächtlichen Störungen nachhaltig zu reduzieren und die Verkehrssicherheit in diesem Bereich dauerhaft zu verbessern.

Vielleicht wäre genau darüber eine öffentliche Diskussion sinnvoll.

Symbolbild.

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© Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn