Leserbrief: „Probleme mit Pkw-Erfassung“
Leserbrief zum BZ-Bericht „Ärger über Knöllchen bei Aldi“ vom 27. Dezember.
© Sven Kauffelt
Ich habe den Artikel über die Kritik an der Parkzeitüberwachung per Nummernschilderfassung beim Borkener Aldi gelesen. Jeder hat es selber in der Hand, etwas dagegen zu unternehmen: Einfach nicht mehr dort einkaufen. So handhabe ich es bei allen Geschäften, die diese Form der Parkzeiterfassung einsetzen.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Geschäfte dafür sorgen, dass nur Kunden auf ihren Parkflächen parken und dass die Parkdauer zeitlich begrenzt ist. Allerdings habe ich mit der automatischen Nummernschilderfassung aus folgenden Gründen Probleme:
Erstens ist es für den Fahrer eines Pkw nicht ersichtlich, ob die Anlage das Verlassen des Parkplatzes korrekt registriert.
Zweitens hat der Kunde bei einer Parkzeitüberwachung per Parkscheibe die Möglichkeit, mitzubekommen, ob ein Vergehen (fälschlicherweise) geahndet wird. Beispielsweise bleibt ein Beifahrer in der Nähe des Autos und bekommt mit, wenn ein Kontrolleur ein Beweisfoto anfertigt.
Drittens kann man bei einem Systemfehler zwar vermutlich durch Vorlage des Kassenbons auf Kulanz hoffen. Aber wie lange soll man die Kassenbons aufbewahren, um seine Unschuld zu beweisen?
Viertens kann es bei dieser Form der Parkraumüberwachung vorkommen, dass Fehler gemacht werden. So wurde es im „Hellweger Anzeiger“ am 3. Mai 2024 in einem Bericht über die automatische Parkzeiterfassung des Rewe-Markts in Holzwickede beschrieben.
Artikel zum Thema:
Ärger über Knöllchen bei Aldi in Borken
© Sven Kauffelt