Borken

Künstlerische Hommage an John Lennon und Yoko Ono

Eine interaktive Installation im Holkensturm soll die Friedensbewegung der 1960er-Jahre wieder lebendig werden lassen. Unter dem Titel „Give peace a chance“ erinnern die Organisatoren des Bürgerprojekts Zukunftsturm an John Lennon und Yoko Ono und ihre berühmte „Bed-In“-Aktion von 1967. Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Gefühle kreativ ausdrücken.

30.03.2026

Im Zentrum der Installation steht ein einladendes Bett, über dessen Kopfende sich der Blick wie durch ein Fenster auf John Lennon und Yoko Ono während ihrer berühmten Bed-In-Aktion in Amsterdam richtet.

Im Zentrum der Installation steht ein einladendes Bett, über dessen Kopfende sich der Blick wie durch ein Fenster auf John Lennon und Yoko Ono während ihrer berühmten Bed-In-Aktion in Amsterdam richtet.

© pd

BORKEN. Rund um die Ostertage lädt das Bürgerprojekt Zukunftsturm zu einer extra für diesen Ort gestalteten interaktiven Installation in den Holkensturm in der Wallstraße 5 ein.

Im Zentrum der Installation steht ein einladendes Bett, über dessen Kopfende sich der Blick wie durch ein Fenster auf John Lennon und Yoko Ono während ihrer berühmten „Bed-In-Aktion“ in Amsterdam richtet. Zu dieser Aktion im Jahr 1967 hatte das berühmte Künstlerpaar sein Hotelzimmer geöffnet und die Öffentlichkeit eingeladen, es bei ihrem über Tage andauernden genussvollen Müßiggang im Bett zu besuchen.

Ihr „Nichtstun“ und ihre unverstellt zur Schau getragene Intimität sowie ihre Nähe zu den Besuchern seien unmittelbar zu einer neuen und gleichermaßen fröhlichen und anrührenden politischen Aktion mit großer Strahlkraft geworden, so die Organisatoren der Ausstellung. John Lennon und Yoko Ono hätten sich mit ihrem Plädoyer für Menschlichkeit und Frieden und der Hymne ‚All you need is love‘ von der Mitverantwortung an den brutalen Kriegen (insbesondere dem Vietnamkrieg) ihres Landes losgesagt und ganz neue Regeln für das Zusammenleben propagiert.

Die (Friedens)-Bewegung wieder erlebbar machen

Zeitgleich hätten sie vor allem jungen Menschen zu einer neuen emotionalen Möglichkeit des Umgangs mit ihrem tiefen Unrechtsempfinden gegenüber Kriegen und ihrer unendlichen Sehnsucht nach Menschlichkeit und Frieden verholfen. Mit der Installation „Tribute to John and Yoko – Give peace a chance“ möchte das Team vom Zukunftsturm die emotionale Macht und Verbundenheit der damals von vielen Künstlern mitgestalteten (Friedens-)Bewegung wieder erlebbar machen und dabei auch und mit den Menschen verbinden, die auch heute ihre Stimme gegen Unrecht und Leid erheben wollen.

Die Ausstellung sei gerade für jene, die (noch) keinen Ausdruck und Gehör für ihr Unbehagen finden, so die Organisatoren. Alle Interessierten sind eingeladen, Schallplatten, Videos, Bücher, Texte, Bilder oder eine Gitarre und Stifte zum kreativen Ausdrucken ihrer Gefühle zu nutzen.

Öffnungszeiten

Die nächsten Öffnungszeiten sind am kommenden Donnerstag, von 15 bis 20 Uhr, an Karfreitag von 11 bis 17 Uhr, am Ostersamstag von 11 bis 15 Uhr und am Ostermontag von 15 bis 20 Uhr sowie vor und nach den Veranstaltungen im Holkensturm und nach Vereinbarung per E-Mail an schlueter.mueller@icloud.com.