Katharina Lux aus Borken ist „NRWTalent“
Katharina Lux ist als „RuhrTalent“ zusammen mit 21 weiteren Stipendiaten von NRWs Schulministerin Dorothee Feller empfangen worden. Dank des Förderprogramms und eines Vollstipendiums konnte die junge Borkenerin als erstes Mitglied ihrer Familie ein Studium aufnehmen.
Das Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und wird inzwischen unter dem Namen „NRWTalente“ auf weitere Regionen Nordrhein-Westfalens ausgeweitet. Unter den eingeladenen Talenten war auch Katharina Lux aus Borken.
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BORKEN/DUESSELDORF. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller hat 22 junge „NRWTalente“ empfangen. Das 2016 erstmals ausgeschriebene Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ wird inzwischen unter dem Namen „NRW-Talente“ auf weitere Regionen Nordrhein-Westfalens ausgeweitet.
Unter den eingeladenen Talenten war auch Katharina Lux aus Borken. Sie besuchte das Berufskolleg Borken, studiert heute Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Aachen und wurde im Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ gefördert.
Lux wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter und deshalb mit knappem Budget auf, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung. Als die heute 20-Jährige vor knapp zwei Jahren in das Schülerstipendienprogramm „RuhrTalente“ aufgenommen wurde, ahnte sie noch nicht, welche Türen sich öffnen sollten.
Auf ihrem Weg zum Abitur am Borkener Berufskolleg erhielt sie fortan Unterstützung. So nahm sie zum Beispiel an einer Exkursion zum Airbus-Werk in Hamburg teil, besuchte ein großes Medienhaus, um mit Journalisten zu diskutieren, und feilte in Workshops an ihren Präsentationskompetenzen vor Publikum.
Erste Akademikerin der Familie
Nach dem Schulabschluss begann Lux als erste Akademikerin aus ihrer Familie ein Maschinenbaustudium in Aachen – gesichert durch ein Vollstipendium der Hans-Böckler-Stiftung. Das RuhrTalente-Programm hat sie bei der Bewerbung unterstützt.
„Ich bin unfassbar dankbar dafür.“
Katharina Lux
„Ich bin unfassbar dankbar dafür. Ich habe viele spannende Leute kennengelernt, Verbindungen geknüpft, Weiterbildungen absolviert und konnte bestens begleitet in mein Studium starten“, erzählt sie.
Die junge Borkenerin ist eine von rund 750 jungen Menschen, die das Schülerstipendienprogramm aktuell absolvieren. Dieses heißt mittlerweile „NRWTalente“, da es sich nicht mehr nur an Talente aus dem Ruhrgebiet richtet, sondern auf weitere Regionen des Bundeslandes erweitert worden ist.
Die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit
Ministerin Dorothee Feller betonte die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit und individueller Förderung. „Wir haben so viele Talente und besondere Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen. Es ist wichtig, dass sie – unterstützt von unserem engagierten schulischen Personal, dem ich sehr dankbar bin – individuell und unabhängig von sozialer Herkunft gefördert werden, um sich entfalten und ihre Persönlichkeiten entwickeln zu können“, betonte die Ministerin.
Über das Stipendium
„NRWTalente“ ist ein Schülerstipendienprogramm für engagierte und leistungsorientierte Schüler mit Teilhaberisiken aus dem Ruhrgebiet und weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens. Die Förderung richtet sich an Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse und umfasst Seminare, Sprachreisen, Workshops, Exkursionen, Sommerakademien, persönliche Beratung und finanzielle Unterstützung bis zum Beginn einer Berufsausbildung, eines Freiwilligendienstes oder eines (dualen) Studiums.
Das Schülerstipendienprogramm wird am NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule umgesetzt und vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen dauerhaft finanziert. Schirmherrin ist Ministerin Feller. Das Programm wurde gemeinsam mit der RAG-Stiftung entwickelt, die „RuhrTalente“ seit 2016 unterstützt. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche weitere Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen.