Borken

Großübung im Borken Krankenhaus: Brandfall und Evakuierung realitätsnah simuliert

Feuerwehrfahrzeuge, Rauch aus dem Parkhaus und dem Neubau am Borkener Krankenhaus. Was war da los am Samstagmorgen? Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Borken trainierte das Krankenhauspersonal den Ernstfall.

30.05.2026

Am St. Marien-Hospital übten Feuerwehrleute sowohl im Parkhaus als auch im Neubau gemeinsam mit Mitarbeitern des Krankenhauses eine Evakuierung und Bergung von Patienten.

Am St. Marien-Hospital übten Feuerwehrleute sowohl im Parkhaus als auch im Neubau gemeinsam mit Mitarbeitern des Krankenhauses eine Evakuierung und Bergung von Patienten.

© Klinikum Westmünsterland

BORKEN. Martinshorn und Blaulicht gehören einfach zum Borkener Krankenhaus dazu. Wenn allerdings rund um das Krankenhaus Feuerwehrfahrzeuge stehen und sowohl aus dem Parkhaus als auch dem Neubau Rauch aufsteigt, dann schaut man schonmal genauer hin. In diesem Fall konnte am Samstagmorgen aber jeder einmal durchatmen. Denn es wurde gemeinsam für den Ernstfall trainiert.

Das St. Marien-Hospital Borken und die Freiwillige Feuerwehr Borken führten gemeinsame eine Brandschutzübung mit Schwerpunkt Evakuierung durch. Zwischen 9 und 10.30 Uhr wurden unter realitätsnahen Bedingungen Abläufe für den Brandfall trainiert. Das Übungsszenario sah einen Brand in einem Patientenzimmer auf einer Station im Neubau des Krankenhauses und die damit einhergehende Evakuierung vor. Im Verlauf der Lage stellte sich zudem ein weiteres Brandgeschehen im Parkhaus dar. Für die Übung wurden betroffene Bereiche vernebelt, um Einsatzbedingungen möglichst realitätsnah abzubilden, erläuterten die Organisatoren.

Die Feuerwehr Borken war mit 45 Einsatzkräften vor Ort.

Die Feuerwehr Borken war mit 45 Einsatzkräften vor Ort.

© Klinikum Westmünsterland

Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Borken mit 45 Einsatzkräfte aus Borken, Gemen, Burlo und Weseke sowie sieben Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Aus dem St. Marien-Hospital waren rund 50 Mitarbeiter beteiligt – aus Pflege, Ärztlichem Dienst, Pforte, Technik, IT, Pressestelle und Krankenhausdirektion. Auszubildende des Krankenhauses und der Feuerwehr unterstützten die Übung zudem: Sie stellten die Verletzten dar. Elf fiktive Patienten wurden evakuiert, eine Person extern verlegt und versorgt. Parallel dazu lief der Regelbetrieb des Krankenhauses einschließlich der Notaufnahme planmäßig weiter.

Ein Blick in den Krisenstab, der zur Übung eingerichtet wurde.

Ein Blick in den Krisenstab, der zur Übung eingerichtet wurde.

© Klinikum Westmünsterland

„Regelmäßige Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf besondere Einsatzlagen. Sie helfen dabei, Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen gemeinsam zu trainieren und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Feuerwehr weiter zu stärken“, so Max Jurgasch, Krankenhausdirektor des St. Marien-Hospital Borken.

Bei einer Nachbesprechung wurden Abläufe und Maßnahmen gemeinsam ausgewertet. Neben einem insgesamt positiven Fazit wurden auch einzelne Punkte identifiziert, die verbessert werden können – unter anderem in den Bereichen Besucherlenkung und Informationsfluss.