Borkens Kandidaten für den Stadtrat: männlich, über 50
Wer sind die Kandidaten, die für die Wahl zum Borkener Stadtrat am 13. September zur Verfügung stehen? Wir stellen sie hier vor.
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BORKEN. Der durchschnittliche Kandidat für die Wahl zum Stadtrat am 13. September ist über 50 Jahre alt und männlich. Das zeigt ein Blick auf die Daten zu den Kandidaten auf den Reservelisten der sieben antretenden Parteien.
Die CDU stellt mit Abstand die umfangreichste Kandidatenliste: 48 Personen stehen drauf. Deren durchschnittliches Geburtsjahr ist 1971. Zur Erklärung: Auf den veröffentlichten Listen durch die Stadt wird nur das Geburtsjahr, nicht der volle Geburtstag angegeben. Das Alter ist allerdings bei der CDU ein wenig verzerrt. Unter den ersten zwölf Kandidaten auf der Liste sind sechs später geboren als 1971. Eine verjüngte „erste Reihe“, wenn man so will. Angeführt wird die Liste von Mechtild Schulze Hessing (Jahrgang 1960), Frank Richter (1963), Hendrik Klöpper (1976), Vera Wansing (1990) und Günter Kohlruss (1955). Frauen sind bei der Union in der Gesamtschau weiterhin in der Minderheit: Nur 25 Prozent der Kandidaten sind Frauen.
Die SPD stellt auf ihrer Reserveliste 19 Kandidaten auf. Das Durchschnittsalter liegt deutlich über dem der CDU: Jahrgang 1963. Die ersten fünf Kandidaten sind alle über 60 Jahre alt: Evegret Kindermann (1953), Jürgen Niemeyer (1950), Claudia Biela (1957), Kurt Kindermann (1952) und Ulrike Fritz-Hummelt (1953) sind auf den ersten fünf Plätzen. Der Frauenanteil bei den Sozialdemokraten liegt bei 36,8 Prozent.
15 Kandidaten umfasst die Liste der UWG. Das durchschnittliche Geburtsjahr ist 1975, der Frauenanteil ist der zweithöchste unter den Kandidatenlisten, liegt mit 46,7 Prozent aber immer noch knapp unter der Hälfte. Die ersten fünf Kandidaten sind Brigitte Ebbing (1966), Stephan Koop (1982), Christoph Spangemacher (1953), Diana Beckmann (1971) und Klaus Ciethier (1962).
Die 14 Kandidaten der Grünen bilden die älteste Kandidatenliste: Jahrgang 1960 ist der Durchschnitt. Mit 57,1 Prozent stellen die Grünen den höchsten Anteil Frauen unter ihren Kandidaten. Das Spitzenquintett bilden Maja Becker (1974), Siggi Martsch (1953), Sandra Krüger (1972), Josef Schweers (1963) und Claudia Jung (1960).
Bei der FDP stehen zwölf Kandidaten auf der Reserveliste. Das durchschnittliche Geburtsjahr ist das Jahr 1965. Zwei ihrer jüngsten Kandidaten stehen allerdings weit vorne auf der Liste. Mit 16,67 Prozent haben die Liberalen mit den niedrigsten Frauenanteil. Die ersten fünf Kandidaten auf der Liste: Niklas Wolter (1997), Ulrich Eiff (1955), David Strauch (1989), Joseph Tüshaus (1944) und Jürgen Haselhoff (1975).
Sechs Kandidaten hat die AfD zur Kommunalwahl angemeldet. Das durchschnittliche Geburtsjahr: 1969. Der Frauenanteil liegt bei 16,67 Prozent. Die ersten fünf Kandidaten auf der Liste: Wienand Geuking (1965), Arnold Naumann (1953), Heinz-Jürgen Rottstegge (1964), Benedikt Wanke (1993) und Doris Fellerhoff (1950).
Die Linke stellt mit drei Kandidaten die kürzeste Reserveliste in Borken. Durchschnittliches Geburtsjahr: 1986, der Frauenanteil liegt bei 33,3 Prozent. Die Liste bilden: Bastian Ehlert-Lind (1991), Meike Willam (1979) und Matthias Reinders (1987).
Verhältniswahlrecht In den 19 Borkener Wahlbezirken sind zunächst die Kandidaten sicher im Rat, die die Mehrheit der Stimmen bekommen. Für die Verteilung der Gesamtmandate werden von der Ausgangszahl (38) die Wahlkreissitze erfolgreicher Einzelbewerber abgezogen – also 19. Diese verbleibenden 17 Sitze werden auf die Parteien entsprechend dem Verhältnis ihrer insgesamt erreichten Stimmenzahlen verteilt. Von den so auf eine Partei entfallenden Sitze werden wiederum die in den Wahlbezirken direkt errungenen Mandate abgezogen. Die verbleibenden Sitze werden entsprechend der Reihenfolge der Bewerber auf der Reserveliste vergeben. Direktgewählte bleiben dabei unberücksichtigt.

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