Borken

Borken: Sportler diskutieren mit Politik

Fragen und Wünsche haben Repräsentanten von Sportvereinen aus Borken hiesigen Politikern geäußert. Einig waren sich die Teilnehmer unter anderem darin, dass das Ehrenamt gestärkt werden soll.

04.09.2020

Sie diskutierten (von links): Kurt Kindermann (SPD), Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, Brigitte Ebbing (UWG), Stadtsportverbands-Chef Josef Nubbenholt, Maja Becker (Grüne) und Jürgen Fellerhoff (CDU).

Sie diskutierten (von links): Kurt Kindermann (SPD), Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, Brigitte Ebbing (UWG), Stadtsportverbands-Chef Josef Nubbenholt, Maja Becker (Grüne) und Jürgen Fellerhoff (CDU).

© Christa Niermann

Stadtsportverband lud zur Debatte

BORKEN. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und die im Stadtrat vertretenen Parteien nutzten am Donnerstagabend die Chance, sich den Fragen und Wünschen der Repräsentanten von Sportvereinen aus Borken zu stellen.

Für den Gastgeber desStadtsportverbandes (SSV) Borken begrüßte der Vorsitzende Josef Nubbenholt die gut 25 offiziellen Vertreter der Sportvereine. „Entschuldigen lässt sich Martin Schulz, der Bürgermeisterkandidat der SPD. Er kann aus privaten Gründen nicht teilnehmen.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Kurt Kindermann ergänzte, dass Martin Schulz vor Monaten entschieden hatte, in dieser Zeit zu heiraten.

Ehrenamt stärken

Große Einigkeit und Zufriedenheit herrschte auf beiden Seiten über das Erreichte in den vergangenen Jahren an diesem Informationsabend, den der SSV schon traditionell vor einer Kommunalwahl organisiert. Dennoch war allen Teilnehmern klar, dass für die Zukunft der Sportvereine eine große Herausforderung besteht. Es sei ein intensives Zusammenspiel von Politik und Sport wichtig, damit die Kinder- und Jugendentwicklung, die Senioren und die Gesundheit sowie Integration und Inklusion vernünftig unterstützt werden können.

Dies machten die Fraktionsvorsitzenden Maja Becker (Die Grünen), Brigitte Ebbing (UWG), Kurt Kindermann (SPD) und Ratsmitglied Jürgen Fellerhoff (CDU) in ihren Statements deutlich. So gab es auch ein klares Bekenntnis für die Stärkung des Ehrenamtes. Norbert Huvers, Jugendwart der SG Borken, machte den Vorschlag, für engagierte Jugendliche einen Leistungsnachweis über ihr soziales Engagement auszustellen. Diesen könnten die jungen Menschen dann beispielsweise bei Bewerbungen für Ausbildungsplätze einsetzen. Wichtig sei bei allem die Wertschätzung für das persönliche Engagement, waren sich alle einig.

Olaf Benning vom RC Borken-Hoxfeld warf die Notwendigkeit von neuen Organisationsformen für das Miteinander zwischen Schule und Sport auf. Wie können die gemeinnützigen Sportorganisationen mit den Ganztagsschulen zusammenwirken? Hieraus entwickelte sich die Idee, dass nach der Kommunalwahl ein Arbeitskreis zu diesem Thema gebildet werden solle.

Die Unorganisierten in die Vereine holen

Innovative Vorschläge, auch für die Kooperation mit den Jugendtreffs und Kindergärten, seien gewünscht. „Wie holen wir die Unorganisierten in die Vereine?“, warf Werner Weßing vom FC Marbeck in die Runde. Und hatte dabei auch die vielen walkenden Frauen in Marbeck im Blick. Zudem machte er die Bedeutung der Sportvereine für die jeweiligen Ortsteile deutlich. Dies unterstrich auch Manfred Lütjann für den Adler Weseke. Günther Wilkens von der Lebenshilfe zeigte mit Beispielen die Bedeutung des Sports auch zum Thema Inklusion auf.

Alle Politiker gaben an diesem Abend ihre Zusage, dass sie sich auch nach der Wahl für die Verlängerung des Projektes „Initiative und inklusiv leben in Borken“ sowie für die finanzielle Unterstützung einsetzen werden. Wilhelm Terfort vom SG Borken bat alle Teilnehmer, sich in der Zukunft für den Abbau von Bürokratismus stark zu machen.

Als Fazit bleibt für die Zukunft ein klares Bekenntnis für Borken als Sportstadt.