Borken

Abi-Jubiläum: „Insassen“ kehren ins „Gefängnis“ zurück

25 Jahre nach ihrem Abitur am Remigianum haben sich 90 ehemalige Schüler nun wiedergesehen. Unter dem Motto „Abitraz“ war die Stufe damals dem „Gefängnis“ entkommen. Ein einstiger „Insasse“ hat inzwischen die Seiten gewechselt.

01.05.2026

Im stimmungsvollen Ambiente des Alten Bahnhofs wurde bei kühlen Getränken und gutem Essen bis tief in die Nacht gefeiert.

Im stimmungsvollen Ambiente des Alten Bahnhofs wurde bei kühlen Getränken und gutem Essen bis tief in die Nacht gefeiert.

© pd

BORKEN. Es war der große „Ausbruch“ im Jahr 2001: Unter dem Motto „Abitraz“ verließ die damalige Stufe das Gymnasium Remigianum. Die Metapher war klar – die Schüler als Insassen, die Lehrer als Wärter und das Zeugnis als Ticket in die Freiheit. Genau 25 Jahre nach dieser „Flucht“ kehrten die Ehemaligen am vergangenen Wochenende an den Ort des Geschehens zurück, um sich ihr altes „Gefängnis“ anzusehen und um sich auszutauschen.

Der Nachmittag begann für die Jubilare mit einer exklusiven Führung durch ihre alte Wirkungsstätte. Besonders charmant: Mit Tobias Storcks übernahm ein ehemaliger Mitschüler den Rundgang. Storcks, der heute selbst als Lehrer am Remigianum tätig ist, kennt das Gebäude somit aus beiden Perspektiven.

Dass der Zusammenhalt der „Gefängnisinsassen“ und die Harmonie untereinander auch nach einem Vierteljahrhundert ungebrochen ist, zeigte sich am Abend in der Gastronomie „Alter Bahnhof Gemen“. Die Resonanz sei „überwältigend“ gewesen, so die Organisatoren: Von den ursprünglich 140 Abiturienten waren weit über 90 nach Borken gereist. Im stimmungsvollen Ambiente wurde bei kühlen Getränken und gutem Essen bis tief in die Nacht gefeiert.