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Zweite offene Fahrspur im Engelbergtunnel - was das bedeutet

Nach wochenlanger Geduldsprobe gibt es wieder etwas Entlastung für Autofahrer am Engelbergtunnel. Nach dem Brand in einer Röhre gibt es allerdings keine gute Nachricht zum Zeitplan für die Reparatur.

23.04.2026

Eine Spur des Tunnels war bereits vor gut einem Monat wieder geöffnet worden. (Archivbild)Andreas Rometsch/KS-Images/dpa

Eine Spur des Tunnels war bereits vor gut einem Monat wieder geöffnet worden. (Archivbild)Andreas Rometsch/KS-Images/dpa

© Andreas Rometsch/KS-Images/dpa

Für staugeplagte Autofahrer rund um den Engelbergtunnel ist es ein weiterer Grund zum Aufatmen: Nach dem Brand im Nadelöhr bei Leonberg (Kreis Böblingen) war bisher nur eine Fahrbahn in der Weströhre geöffnet worden. An diesem Samstag (25. April) wird nun eine weitere Spur durch die Weströhre auf der Autobahn 81 wieder freigegeben. 

Es seien in den vergangenen Wochen wesentliche Brandschäden repariert und die vorgeschriebenen Sicherheitseinrichtungen erneuert worden, teilte die Autobahn GmbH mit. Durch die weitere Fahrspur sollen die Staus beim Einfädeln vor dem Tunnelportal und damit auch die Unfallgefahr reduziert werden. Auch weiterhin werden Autos nicht schneller als mit 40 Kilometern pro Stunde an der Stelle des Brandes vorbeifahren dürfen. 

Kein Datum für den dritten Fahrstreifen

„Insgesamt ist dies nur ein Zwischenschritt“, betonen die Betreiber. Ziel sei es, auch den dritten Fahrstreifen in der Weströhre so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu müsse aber weitere Technik installiert werden. „Zum derzeitigen Zeitpunkt kann nicht seriös gesagt werden, wann das der Fall sein wird“, teilt die Gesellschaft mit. „Es fehlen weiter entsprechende Ersatzteile.“

Das Feuer hatte die Betriebstechnik in der Weströhre auf mehreren Hundert Metern zerstört. (Archivbild)-/Autobahn GmbH/dpa

Das Feuer hatte die Betriebstechnik in der Weströhre auf mehreren Hundert Metern zerstört. (Archivbild)-/Autobahn GmbH/dpa

© -/Autobahn GmbH/dpa

Was war passiert?

Anfang März war ein mit Kühlschränken beladener Lastwagenanhänger in dem vielbefahrenen Tunnel ausgebrannt. Das Feuer hatte die Betriebstechnik in der Weströhre auf mehreren Hundert Metern zerstört. Der ADAC Württemberg verzeichnete danach kilometerlange Rückstaus auf der A81 zwischen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart-Zuffenhausen. Die Umleitungsstrecke über Ditzingen und Leonberg wurde ebenfalls stark belastet. Weiterhin völlig unklar ist laut Autobahn GmbH die Höhe des Schadens.

Der Engelbergtunnel ist einer der wichtigsten Autobahntunnel in Baden-Württemberg mit bis zu 140.000 Fahrzeugen pro Tag. Aufgrund der hohen Verkehrsmengen wirken sich hier Störungen deutlich stärker aus als an anderen Autobahnabschnitten.