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Zweite Heimniederlage in Serie: FCM tritt auf der Stelle

Zweitligist 1. FC Magdeburg verliert das zweite Duell mit Ex-Trainer Christian Titz. Gegen Hannover 96 unterliegen die Elbestädter mit 1:2 und bleiben weiter tief im Tabellenkeller.

30.01.2026

Dominik Reimann (in weiß) kann dem Ball zur Gästeführung nur hinterherschauenAndreas Gora/dpa

Dominik Reimann (in weiß) kann dem Ball zur Gästeführung nur hinterherschauenAndreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Nach der zweiten Heimniederlage in nur sieben Tagen ist Fußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg wieder mitten im Kampf gegen den Abstieg angekommen. Gegen Hannover 96 mit Ex-Trainer Christian Titz unterlagen die Elbestädtermit 1:2 (0:1). Baris Atik (53.) traf für den FCM zum 1:1, Daisuke Yokota (38.) und Enzo Leopold (56.) waren für Hannover erfolgreich. Mit 20 Punkten verharrt der FCM zunächst auf Rang 15.

„Wir kommen gut aus der Halbzeit, machen dann den Ausgleich und dann ist es wieder so, dass wir zwei Minuten später ein Gegentor bekommen, das absolut vermeidbar ist“, ärgerte sich Innenverteidiger Tobias Müller und ergänzte: „Wir waren heute nicht zwingend genug, um uns Großchancen zu erarbeiten.“

Vor 25.790 Zuschauern in Magdeburg war es das erste Spiel nach den Krawallen beim Ost-Derby gegen Dynamo Dresden (1:2). Mehr als 70 Polizisten waren am vergangenen Samstag verletzt worden.

Magdeburger Botschaft gegen Gewalt

Auch diesmal musste die Partie schon in der 3. Minute für knapp neun Minuten unterbrochen werden, weil Hannover-Fans Pyrotechnik zündeten und das Spielfeld vernebelten. Ansonsten blieb es vor und während des Spiels aber ruhig. Bis auf die Pyro-Vorfälle sei alles „störungsfrei“ geblieben, bilanzierte die Polizei eine Stunde nach dem Spiel.

Sie war nach eigenen Angaben mit einem „massiven Kräfteeinsatz“ vor Ort. Magdeburger Sponsoren räumten mehrere Werbebanden frei, damit der Verein einen Aufruf direkt am Spielfeld platzieren konnte: „Für einen friedlichen Fußball. Gewalt hat beim FCM keinen Platz.“

Gegenüber der Heimpleite gegen Dynamo Dresden brachte Trainer Petrik Sander zwei Neue in die FCM-Startelf: Darius Stalmach ersetze Silas Gnaka, Lubambo Musonda begann für Noah Pesch auf dem Flügel. 

Gegentreffer in Unterzahl

Die Gäste erarbeiteten sich ein Übergewicht, doch Yokota schob den Ball am Tor vorbei (21.). Magdeburgs Mateusz Zukowski traf nur den Außenpfosten (31.) - bevor der FCM sich böse auskontern ließ und Yokota zur Gästeführung einschob.

Bitter: Weil Tobias Müller behandelt wurde, war der FCM in dieser Szene in Unterzahl. Der FCM tat sich schwer, seine Angriffe einzuleiten, die Gäste machten das besser und kamen so zu mehr Torgefahr. 

Auch nach dem Seitenwechsel kam der FCM nicht in die Offensive, hatte Glück, dass Källman knapp vorbeizielte (49.). Einen Abwehrfehler der Gäste bestrafte Atik, der den Ball über Torwart Nahuel Noll ins Tor hob (53.).

Die Gäste schlugen sofort zurück, weil Magdeburg in der Defensive keinen Zugriff fand und Leopold abstauben ließ. Der FCM war im Anschluss weiter im Spiel, kam aber weiter nur zu wenigen klaren Chancen - Marcus Mathisen (76.) traf die Latte - und konnte nicht mehr ausgleichen.

Magdeburgs Jubel über den Ausgleich währte nur kurzAndreas Gora/dpa

Magdeburgs Jubel über den Ausgleich währte nur kurzAndreas Gora/dpa

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Nach den Ausschreitungen gegen Dresden sendete der FCM über die Werbebande ein klares SignalAndreas Gora/dpa

Nach den Ausschreitungen gegen Dresden sendete der FCM über die Werbebande ein klares SignalAndreas Gora/dpa

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