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Zwei Männer vor Lokal schwer verletzt - Angeklagter schweigt

Eine Essensbestellung soll zu einem Streit am Telefon und wenig später zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung vor einem Lokal geführt haben. Sechs Jahre später steht ein 27-Jähriger vor Gericht.

06.10.2026

Sechs Jahre nach Messerstichen auf einen Vater und seinen Sohn steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. (Symbolfoto) Jens Kalaene/dpa

Sechs Jahre nach Messerstichen auf einen Vater und seinen Sohn steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. (Symbolfoto) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Weil er vor sechs Jahren zwei Männer mit einem Dönermesser attackiert und lebensgefährlich verletzt haben soll, steht ein 27-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. Zu der Tat im Oktober 2020 sei es im Zuge einer Auseinandersetzung unter sieben Personen gekommen, so die Staatsanwaltschaft. Der angeklagte Imbissverkäufer schwieg zu Prozessbeginn.

Zwei damals 60 und 28 Jahre alte Männer erlitten bei dem Geschehen vor einem Restaurant in Berlin-Charlottenburg laut Anklage unter anderem Stiche in den Oberkörper. Bei den Opfern habe es sich um einen inzwischen verstorbenen Vater und seinen Sohn gehandelt, hieß es am Rande der Verhandlung. Beide seien „akut lebensgefährlich“ verletzt worden.

Streit wegen Essensbestellung?

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Nach einem rechtlichen Hinweis des Gerichts komme allerdings auch eine Strafbarkeit wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung mit Todesfolge in Betracht. 

Auslöser der Auseinandersetzung sei eine telefonische Essensbestellung in dem Lokal gewesen, in dem der Angeklagte gearbeitet habe, schilderte ein 61-jähriger Zeuge. „Es eskalierte ohne Grund“, so der Zeuge. Angeblich habe es eine Verspätung bei der Lieferung gegeben. Wenig später sei es zu einem Treffen in dem Lokal gekommen. Beleidigungen hätten eine Rangelei ausgelöst. „Ich sah den Angeklagten mit einem Messer in der Hand. Ich sah aber nicht, dass er gestochen hat“, so der Zeuge.

Für den Prozess hat das Gericht bislang neun weitere Verhandlungstage bis zum 12. November terminiert.