Zug fährt durch Baustelle und kracht gegen Werkzeuganhänger
Kurz vor Mitternacht fährt plötzlich eine Diesellok über die Schienen in Hamburg-Bergedorf. Doch dort ist eigentlich gerade Baustelle. Die Warnung eines Sicherungspostens verhindert wohl Schlimmeres.
Das hätte auch ganz anders ausgehen können: 18 Menschen konnten rechtzeitig das Gleis verlassen, bevor die Lok den Werkzeuganhänger rammte. (Symbolbild)Friso Gentsch/dpa
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Ein von einer Diesellok gezogener Bauzug ist auf einer aufgrund von Bauarbeiten gesperrten Strecke in Hamburg-Bergedorf gegen den auf den Schienen stehenden Werkzeuganhänger des Baustellentrupps geknallt. Die 18 Menschen, die zu dem Zeitpunkt auf und am Gleis gearbeitet hatten, konnten dank der Warnung eines Sicherungspostens rechtzeitig die Strecke verlassen, wie die Bundespolizei mitteilte.
Der Sicherungsposten hatte die Diesellok bemerkt und die Mitarbeiter gewarnt, die daraufhin schlagartig das Gleis verlassen haben. Es sei bei dem Unfall kurz vor Mitternacht niemand verletzt worden.
Der Lokführer habe zwar eine Schnellbremsung eingeleitet, konnte aber die Kollision mit dem vergleichsweise kleinen Werkzeuganhänger auf den Gleisen nicht mehr verhindern. Der Bauzug soll den Angaben des Triebwagenführers zuvor mit etwa 60 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein.
Warum der Bauzug auf der gesperrten Strecke unterwegs war, war zunächst unklar. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs aufgrund grob pflichtwidrigen Verhaltens wurde den Angaben der Bundespolizei zufolge eingeleitet.
Die Bauarbeiter wurden vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Der Fahrer der Diesellok konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen und wurde abgelöst. Der Deutschen Bahn zufolge hat der Unfall keine Auswirkungen auf den Fern- und Nahverkehr.